30.09.2020, 09:14 Uhr

Großer Ärger für den Vermieter Verkommt das „grüne Haus“ zum Drogen-Umschlagplatz?


Was ist bloß im „grünen Haus“ los? Eines der – vor allem aufgrund seiner auffallenden Optik – bekanntesten Häuser in Landshut erlangt in diesen Tagen neuen Ruhm. Allerdings wenig schmeichelhaften.

Landshut. Nach Wochenblatt-Informationen kommt es dort nicht nur häufig zu Ruhestörungen und Sachbeschädigungen – und folglich zu regelmäßigen Polizeikontrollen. Auch Drogen sollen dort eifrig konsumiert und auch verkauft werden. Verkommt das „grüne Haus“ also zum Drogen-Umschlagplatz?

Vermieter Gerd Wenzke zum Wochenblatt: „Ich habe das bereits über den Hausmeister mitbekommen. Meist handelt es sich um Leute aus dem Umfeld, die nicht direkt im grünes Haus wohnen.“ Ein großes Problem sei, dass die Haustüre bereits zum zweiten Mal massiv beschädigt wurde und nun nicht zu verschließen sei. Da die Haustüre quasi offenstehe, könnte dort ein- und ausgehen, wer wolle.

Dem will Wenzke nun endgültig einen Riegel vorschieben und hofft, damit die großen Probleme aus dem Weg räumen zu können. „Noch vor dem Winter lasse ich eine Stahltür und eine Überwachungskamera einbauen.“ Darüber hinaus werde ein massives Hoftor angebracht, so dass nur noch die Mieter ins grüne Haus gelangen. Und nicht wie derzeit viele ungebetene nächtliche Gäste.

Wenzke: „Wir haben leider auch festgestellt, dass hier immer wieder Obdachlose einen Schlafplatz suchen oder auf die Toilette gehen. Das geht natürlich gar nicht!“

Grundsätzlich sieht Gerd Wenzke sein Objekt an der Ecke Schwimmschulstraße/Luitpoldstraße als „Brücke für Leute, die einen Neuanfang versuchen. Viele brauchen eine Meldeadresse oder eine Unterkunft, wenn sie zum Beispiel arbeitslos werden oder aus der JVA kommen. Auch für diese Leute muss jemand da sein.“ Dass es da immer wieder auch zu Konflikten und unschönen Vorfällen komme, sei in seinen Augen auch ein Stück weit verständlich. „Ich sehe das grüne Haus allerdings nicht als echten Brennpunkt.“


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