28.08.2020, 20:02 Uhr

Teststation öffnet am Montag 90 Sekunden für einen Test im Landshuter Corona-Drive-in

Vorherige Anmeldung unbedingt nötig: Die Teststation am Landshuter Messegelände geht am kommenden Montag, 31. August, wieder in Betrieb.  Foto: GrießerVorherige Anmeldung unbedingt nötig: Die Teststation am Landshuter Messegelände geht am kommenden Montag, 31. August, wieder in Betrieb. Foto: Grießer

Auf dem Landshuter Messegelände öffnet am kommenden Montag, 31. August, die gemeinsame Corona-Teststation von Stadt und Landkreis. Ab dann sind wieder kostenlose Tests möglich – nach vorheriger telefonischer oder Online-Anmeldung.

Landshut. „Mit der Ausweitung der Corona-Risikogebiete steigt auch die Nachfrage nach Testmöglichkeiten – darauf mussten wir im Rahmen der bayerischen Teststrategie reagieren“, erklärten Landrat Peter Dreier und Landshuts 3. Bürgermeisterin Jutta Widmann am Freitag bei der Vorstellung des Konzepts. „So können die geforderten Tests effizient und sicher genommen werden, damit für die Getesteten auch möglichst schnell Klarheit herrscht.“

Denn die Nachfrage wird wohl in absehbarer Zeit wieder ansteigen: Spätestens im Herbst, wenn die allgemeine Erkältungssaison Fahrt aufnehmen wird. Keine Frage war dabei auch, dass Stadt und Landkreis die Teststation wieder gemeinsam betreiben wollten: „Das hat sich im Frühjahr sehr bewährt“, so Dreier und Widmann. Das Personal wird zum Teil durch einen externen Dienstleister gestellt. Die maximale Kapazität liegt bei täglich rund 700 Tests. Dreier hofft auf die Vernunft der Bürger: „Wir wollen hier kein Chaos!“ Darum hatte die erste Teststation zu Beginn der Pandemie auf der Grieserwiese nach kurzer Zeit wieder geschlossen werden müssen. Jutta Widmann geht derweil davon aus, „dass den getesteten Personen innerhalb von 48 Stunden die Ergebnisse mitgeteilt werden.“

Ein Test werde rund 90 Sekunden dauern, so Thomas Schindler, der Koordinator des Projekts vom Katastrophenschutz. Insgesamt werden ab Montag 20 Mitarbeiter rund den „Corona-Drive-in“ am Messepark im Einsatz sein. Schindler plant mit einem langfristigen Einsatz der Teststation: „Wir sind auf einige Monate ausgelegt – vermutlich werden wir hier so lange sein, bis die Blumen wieder wachsen.“

Um einen reibungslosen Ablauf zu organisieren, müssen sich die Testpersonen zuvor unbedingt online anmelden. In einem Formular werden vorab persönliche Angaben und die Erreichbarkeiten der Getesteten erfasst. Den Interessenten wird dann telefonisch ein Code mitgeteilt sowie der Zeitraum, in dem sie an der Teststation vorstellig werden müssen. Die Anmeldung erfolgt über die Homepage der Stadt Landshut (www.landshut.de bzw. www.landshut.de/coronateststation) bzw. über den Landkreis Landshut (www.landkreis-landshut.de). Der Link ist jeweils auf der Startseite verankert. Personen, die keinen Zugang zum Internet haben, rufen bitte die Telefonnummer 0871/97697134 an, um sich anzumelden. Die Telefonnummer ist ab Montag, 31. August besetzt.

Beim Test selbst wird wieder das „Drive-in-Verfahren“ zum Zuge kommen: Die Testpersonen fahren mit dem Auto zum Messegelände, nach dem Abgleich der Personendaten (durch Vorlage der Krankenversicherungskarte und des Personalausweises bzw. Reisepasses) wird der Abstrich dann durch ein heruntergelassenes Fenster genommen. Die Testpersonen (die auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß zum Testen kommen können) fahren dann wieder weiter und werden telefonisch über ihren Befund – egal ob positiv oder negativ – informiert. Sofern sie negativ getestet wurden und sich bei der Anmeldung damit einverstanden erklärt haben, können sie auch per SMS oder E-Mail benachrichtigt werden. Vor Ort sind drei Fahrspuren geplant, um mögliche Wartezeiten zu minimieren. Die Teststation wird Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr geöffnet sein.

Bedingt durch eine Vielzahl an positiv getesteten Reiserückkehrern ist die Zahl der Personen, bei denen in der Region Landshut seit Beginn des Infektionsgeschehens mit dem Corona-Virus nachgewiesen wurde, auf 1.117 Personen angestiegen. Davon konnten 1.020 bereits wieder aus der Häuslichen Quarantäne entlassen werden. Damit sind derzeit 57 akute Infektionen registriert. Die Betroffenen kommen aus der Stadt Landshut, Bodenkirchen, Ergoldsbach, Buch a. Erlbach, Ergolding, Neufahrn, Velden, Altdorf, Vilsbiburg, Wörth, Niederaichbach, Bruckberg und Geisenhausen. Bislang sind 40 Personen verstorben, bei denen ein Zusammenhang mit Covid19 möglich ist. Ein Infizierter wird derzeit intensivmedizinisch behandelt, ein Patient wird auf einer Normalstation isoliert. (Stand: 28. August).


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