29.07.2020, 11:24 Uhr

Angst vor dem Prügel-Piraten von Vilsbiburg „Da läuft ein irrer Schläger frei herum“

Nach der Tat flüchtete der Schläger von der Frontenhausener Straße in Richtung Kirchplatz. Die Polizei hofft, dass Zeugen Hinweise auf den Unbekannten geben können.  Foto: BayerNach der Tat flüchtete der Schläger von der Frontenhausener Straße in Richtung Kirchplatz. Die Polizei hofft, dass Zeugen Hinweise auf den Unbekannten geben können. Foto: Bayer

Ein Vilsbiburger (37) wurde im eigenen Garten von einem vermummten Unbekannten angegriffen und verletzt. Die Hintergründe der brutalen Attacke sind mysteriös ...

Vilsbiburg. Jeder kann Opfer einer Gewalttat werden. Überall. Urplötzlich. Ohne Vorwarnung.

Christian K. (Name geändert) aus Vilsbiburg (Landkreis Landshut) ist es in der letzten Woche passiert. Den Schock über das Erlebte hat er längst nicht verdaut. Zum Wochenblatt sagt er: „So etwas habe ich noch nie erlebt.“

Es ist Freitagnachmittag. Der 37-Jährige arbeitet im Garten eines Wohnhaus in der Frontenhausener Straße. Er ist Vermieter der Immobilie und will den Garten etwas auf Vordermann bringen. Gegen 17.45 Uhr nimmt das Unheil seinen Lauf: Ein Unbekannter betritt das Grundstück. Sein Äußeres – angsteinflößend. Ganz in schwarz gekleidet, mit Gesichtsmaske vermummt, dazu ein Kopftuch. „Er sah aus wie ein Pirat“, erinnert sich Christian K.

Der Fremde sagt kein Wort, stürmt plötzlich los – und prügelt ohne jede Vorwarnung auf sein völlig verdutztes Opfer ein. Der Angreifer ist wohl etwa Mitte 20. Ein Kraftpaket. Christian K.: „Wie Mike Tyson in jungen Jahren.“

Der 37-Jährige wird von heftigen Faustschlägen getroffen, versucht, sich ins Wohnhaus zu retten. Der Täter nimmt die Verfolgung auf, zückt auch noch ein Pfefferspray.

Es sind Momente der Angst. Christian K. will die Haustür hinter sich zuschlagen, doch sie springt aus dem Schloss. Mit letzter Kraft gelingt es ihm, die Tür von innen zuzuhalten. Durch den umkämpften Spalt sprüht ihm der Unbekannte Reizgas ins Gesicht.

Nach einigen Augenblicken hat der Spuk ein Ende. Der Unbekannte flüchtet vom Grundstück in Richtung Kirchplatz, eine Fahndung der Polizei bleibt erfolglos.

Christian K. erleidet Blutergüsse an Kopf und Oberkörper. Getroffen vom Pfefferspray brennen Augen und Haut wie Feuer. Ein Krankenwagen wird alarmiert, Sanitäter kümmern sich um den Verletzten.

Weshalb er an jenem Nachmittag zum Opfer wurde – völlig unklar. Eine Tat aus Willkür? Oder ein geplanter Anschlag? „Wer so etwas tut, egal aus welchem Grund, ist eine Gefahr für jedermann“, sagt er.

Die Polizei Vilsbiburg sucht Zeugen, die Angaben zum Prügel-Piraten und zum Tathergang am vergangenen Freitag machen können. Die Zeit drängt. Christian K.: „Da läuft ein irrer Schläger frei herum!“


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