29.07.2020, 06:28 Uhr

So hässlich und so gefährlich Der Maskenmüll verschandelt das Landshuter Stadtbild!

Weggeworfene Corona-Masken sind im gesamten Stadtgebiet zu sehen. Das sieht hässlich aus – und birgt Gefahren für diejenigen, die den Maskenmüll wegräumen müssen.  Foto: CasdorfWeggeworfene Corona-Masken sind im gesamten Stadtgebiet zu sehen. Das sieht hässlich aus – und birgt Gefahren für diejenigen, die den Maskenmüll wegräumen müssen. Foto: Casdorf

Achtlos weggeworfene Corona-Gesichtsmasken verschandeln nicht nur das Stadtbild, sondern können für die Mitarbeiter der Landshuter Straßenreinigung auch zum Gesundheitsrisiko werden.

Landshut. Die Corona-Krise hat sie zum unverzichtbaren Accessoire der Menschen in Stadt und Landkreis gemacht: die Gesichtsmaske.

Allerdings, sobald sie ihre Schuldigkeit getan haben, werden die Mund-Nase-Bedeckungen lästig – und schnellstmöglich entsorgt. Die Folgen sind unübersehbar: Landshuts Straßen, Plätze, Wege und Grünanlagen sind mit Masken übersät.

Die Corona-Krise verschärft das Müllproblem!

„Es liegen schon sehr viele Masken im Stadtgebiet umeinander“, sagt Thomas Braun von den Bauamtlichen Betrieben zum Wochenblatt. Hotspots gibt's nicht. Das Problem ist nämlich flächendeckend. „Mal hier, mal da, irgendwie überall“, bestätigt Braun.

Die achtlos weggeworfenen Masken verschandeln das Stadtbild. Doch damit nicht genug. Für die Mitarbeiter der Straßenreinigung, die den Unvernünftigen hinterherputzen müssen, kann es sogar gefährlich werden. Im Zeitalter von Corona wird der Kontakt mit einer kontaminierten Maske nämlich ganz schnell zum Gesundheitsrisiko. Braun verweist auf „die Infektionsgefahr, wenn man das anfasst.“ Beim Aufsammeln oder beim Umfüllen für die Verbrennung zum Beispiel.

Die Bauamtlichen Betriebe haben ihr Personal auf die neuen Herausforderungen vorbereitet. Einmal jährlich werden die Mitarbeiter mit der Unfallverhütungsvorschrift (UVV) vertraut gemacht. Mit dem Ausbruch der Pandemie wurden die Besatzungen der kleinen und großen Kehrmaschinen oder die Straßenreinigungstrupps zusätzlich gezielt zum Thema Corona geschult.

Dennoch, der beste Infektionsschutz ist eine verantwortungsvolle Entsorgung der getragenen (und eventuell verseuchten) Masken. Dass sie stattdessen achtlos auf den Boden geworfen werden, dafür hat Braun kein Verständnis, schließlich: „Wir haben doch so viele Abfalleimer im Stadtgebiet.“ Konkret: 940 allein im Zuständigkeitsbereich des Bauhhofs, dazu kommen laut Braun noch circa 250 Mülleimer vom Stadtgartenamt. Nicht zu vergessen, viele private Abfallbehälter, etwa vor Geschäften oder Supermärkten. „Da dürfte man schon einen finden“, sagt Braun.

Damit die Reinigungskräfte gesund bleiben. Und überdies Landshuts Plätze, Wege und Grünanlagen nicht täglich aufs Neue mit einigen hundert Gesichtsmasken tapeziert werden


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