28.07.2020, 14:15 Uhr

Einrichtung unter Quaratäne Drei weitere Corona-Fälle in Asylunterkunft in Pfeffenhausen

In der Asylbewerber-Unterkunft in Pfeffenhausen gibt es drei weitere Corona-Fälle.  Foto: 123rf.comIn der Asylbewerber-Unterkunft in Pfeffenhausen gibt es drei weitere Corona-Fälle. Foto: 123rf.com

Bei der Reihentestung innerhalb der Bewohner einer Asylunterkunft in Pfeffenhausen sind bislang bei weiteren drei Bewohnern Infektionen mit dem Corona-Virus festgestellt worden, zusätzlich zu den zwei Kindern, die bereits Ende vergangener Woche positiv auf das Virus getestet wurden.

Pfeffenhausen. Es sind zwar noch nicht alle Testergebnisse eingegangen, aber einige andere Bewohner waren negativ. Sie gelten dennoch als Kontaktpersonen und müssen ebenfalls in Quarantäne bleiben. Die medizinische Versorgung ist im Bedarfsfall arrangiert, die Bewohner werden vom Landratsamt mit Lebensmitteln versorgt und ein Sicherheitsdienst-Mitarbeiter ist ebenfalls vor Ort. Die infizierten Personen zeigen, wenn überhaupt, nur geringe Symptome auf.

Die Möglichkeit, sich freiwillig auf das Corona-Virus testen zu lassen, haben am Montag rund 130 Bürgerinnen und Bürger des Markts Pfeffenhausen wahrgenommen. Dabei wurden mögliche Kontaktpersonen wie Schülerinnen und Schüler der örtlichen Grundschule, deren Eltern und Geschwister sowie Lehrer getestet. Auch Mitglieder der örtlichen Sportvereine, die mit Bewohnern der Asylunterkunft vor Bekanntwerden der ersten Infektionen trainiert hatten, haben sich testen lassen. Hier sind noch keine Testergebnisse eingetroffen – das Gesundheitsamt informiert die Getesteten aber umgehend über ihren Befund und veranlasst ggf. weitere Maßnahmen.

Bis zum Eingang der Testergebnisse bleibt Pfeffenhausen noch vorsichtshalber im „Ruhemodus“, erklärt Bürgermeister Florian Hölzl. Schritt für Schritt soll das öffentliche Leben in Abhängigkeit von den Testergebnissen wieder hochgefahren werden. Zum Beispiel wird bereits am Mittwoch der Gemeindekindergarten wieder geöffnet. Dieser ist vorsorglich geschlossen worden, weil ein Kindergartenkind als Kontaktperson eingestuft worden ist. Nachdem zwischenzeitlich vorliegenden Testergebnis ist das Kind negativ, so dass der Kindergartenbetrieb aus Infektionsschutzgründen wieder aufgenommen werden kann.

Landrat Peter Dreier lobt das vorsichtige und umsichtige Handeln der Gemeinde in diesem Fall: „Es war die richtige Entscheidung, die öffentlichen Einrichtungen in der Gemeinde frühzeitig zu sperren, um weiteres Infektionspotenzial gar nicht erst aufkommen zu lassen.“ Der besondere Dank des Landrats und des Bürgermeisters gilt den Bürgerinnen und Bürgern, die mit viel Verständnis und sehr besonnen auf die ergriffenen Sofortmaßnahmen reagiert haben. 


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