23.07.2020, 15:59 Uhr

Ist die Pandemie ein Fake? Ergoldinger Wirt lacht über den „Corona-Kasperl“

Lachen oder weinen? Christian Wallner muss über den anonymen Brief vom Samstag immer wieder den Kopf schütteln.  Foto: tgLachen oder weinen? Christian Wallner muss über den anonymen Brief vom Samstag immer wieder den Kopf schütteln. Foto: tg

Gastronom Christian Wallner von den Ergoldinger Stuben hat einen anonymen Brief erhalten. Zuerst musste er stutzen und jetzt ist er richtig grantig.

Ergolding. „Zuerst dachte ich, dass das ein Scherz ist. Als ich den Brief aber genau gelesen habe, konnte ich es gar nicht glauben.“ Christian Wallner muss immer wieder den Kopf schütteln, wenn er den Brief, der am Samstag in seinem Briefkasten gelandet war, in die Hand nimmt. „Was war das denn für ein Vogel?“

In dem anonymen Brief an Wallner, dem Wirt der Ergoldinger Stuben, heißt es: „Du wunderst dich, warum ich nicht mehr in deinem Geschäft einkaufe? Weil du diejenigen, welche die Wirtschaft mit der Corona-Lüge an die Wand fahren (und auch dein Geschäft über kurz oder lang in die Knie zwingen), mit deiner Teilnahme am Maskenzwang auch noch unterstützt – indem du deinen Peinigern Folge leistest, anstatt nachzudenken und dich zu wehren! Atmen ist Leben! Diese Pandemie ist Fake.“

Christian Wallner ist aufgewühlt: „Ich verstehe nicht, was der Briefeschreiber damit bezwecken will. In meinen Augen waren die Einschränkungen der Regierung richtig – auch wenn mir in den letzten vier Monaten durch die Corona-Krise rund 60.000 Euro abgehen.“ Trotzdem hoffe er, dass sich die Vernunft der Bürger durchsetzt, „denn es geht um meine Existenz. Gerade solche Typen wie dieser anonyme Briefeschreiber treiben die Gefahr in die Höhe, dass ich mein Lokal wieder zusperren muss. Und dann weiß ich nicht, wie lange ich das noch durchhalte.“

Schließlich sei vor allem das Mittags-Geschäft in den Ergoldinger Stuben „komplett eingebrochen“. Wo früher täglich 60 bis 80 Gäste zum beliebten Mittagsbüffet gekommen waren, seien es heute nur 25 bis 30. Wallner: „Zudem musste ich fürs Büffet eine zusätzliche Mitarbeiterin für die Essensausgabe einstellen.“ Immerhin seien wieder Geburtstage und private Feiern möglich, was die Umsatzdelle etwas abfedere.

Der Ergoldinger Wirt vermutet hinter dem Briefeschreiber einen notorischen Querulanten: „Ich muss mich bei all meinen Gästen entschuldigen, die vor der Pandemie in unserem Lokal waren: Vermutlich waren sie, ohne es zu wissen, mit so einem Vollpfosten an einem Tisch oder in einem Raum zusammengesessen.“

Christian Wallner geht davon aus, dass der Unbekannte seine Schreiben an weitere Lokale und Geschäfte geschickt hat. Der Wirt weiter: „Dass dieser Feigling das Corona-Virus ins Lächerliche zieht, sagt eigentlich schon alles. Das ist ein richtiger Corona-Kasperl.“


0 Kommentare