17.06.2020, 14:39 Uhr

Katastrophenfall aufgehoben „In der Krise hervorragende Arbeit geleistet“

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Landshut trat am Dienstagnachmittag unter Leitung von OB Alexander Putz zu ihrer vorerst letzten Lagebesprechung zusammen.  Foto: Stadt LandshutDie Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Landshut trat am Dienstagnachmittag unter Leitung von OB Alexander Putz zu ihrer vorerst letzten Lagebesprechung zusammen. Foto: Stadt Landshut

Die Staatsregierung hat beschlossen, den am 16. März wegen der Corona-Pandemie festgestellten Katastrophenfall für Bayern mit Ablauf des 16. Juni aufzuheben. Dementsprechend hat die Stadt Landshut nach exakt drei Monaten ihre Führungsgruppe Katastrophenschutz bis auf Weiteres außer Dienst gestellt.

Landshut. Stattdessen wird eine „Koordinierungsgruppe“ das regionale Pandemie-Geschehen weiterhin genau beobachten und dabei insbesondere engen Kontakt zum Staatlichen Gesundheitsamt sowie zu den Kliniken in Stadt und Landkreis Landshut halten. „Wir werden wachsam bleiben und können – sollten die Infektionszahlen tatsächlich nochmals stark steigen – auch unsere FügK jederzeit wieder aktivieren“, betonte Oberbürgermeister Alexander Putz.

Die vorerst letzte Lagebesprechung der FügK, an der auch der Rathauschef teilnahm, fand damit am Dienstagnachmittag statt. Dabei wurde erneut deutlich, dass sich die Situation in der Stadt Landshut seit Wochen kontinuierlich entspannt und das Infektionsgeschehen aktuell auf erfreulich niedrigem Niveau stabil ist: In den vergangenen sieben Tagen musste im Stadtgebiet keine weitere Neuinfektion mit dem Coronavirus verzeichnet werden (Stand Dienstagnachmittag).

Eine ähnlich positive Entwicklung vermelden die regionalen Krankenhäuser: So wurden am Dienstag beispielsweise im Klinikum Landshut nur noch drei Patienten stationär wegen einer vom Coronavirus ausgelösten Covid-19-Erkrankung behandelt – rund um die Osterfeiertage, als die Pandemie-Welle in der Region ihren Höhepunkt erreichte, waren es allein im Klinikum mehr als 60 Corona-Patienten.

Angesichts dieser Zahlen und der Tatsache, dass Corona-Tests mittlerweile überwiegend von den niedergelassenen Hausärzten, einem mobilen Team der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) und durch das Gesundheitsamt selbst vorgenommen werden, werden Stadt und Landkreis zudem ihre gemeinsame Teststation im Messegelände an der Niedermayerstraße nicht mehr weiterbetreiben. Darauf verständigten sich OB Putz, Landrat Peter Dreier, Vertreter des Gesundheitsamts und Versorgungsarzt Dr. Uwe Schubart zu Wochenbeginn.

„In den vergangenen Wochen ging die Anzahl der Tests, die in unserer Station durchgeführt wurden, kontinuierlich zurück“, so Putz. Zuletzt wurde ohnehin nur noch dienstags und donnerstags getestet, dennoch kamen an diesen Tagen zumeist nicht mehr als 20 Patienten. „Die Station unter diesen Bedingungen weiterzuführen, ist weder nötig noch sinnvoll. Denn diese wöchentlich 40 bis 50 zusätzlichen Tests können künftig auch problemlos vom Gesundheitsamt, der KVB oder den Hausärzten vorgenommen werden“, sind sich Putz und Dreier einig.

Am morgigen Donnerstag, 18. Juni, werde die Station daher zum letzten Mal geöffnet. Sollte es das Infektionsgeschehen erforderlich machen, werde die Teststation aber binnen kürzester Zeit wieder eingerichtet, betonte Putz. „Wir können auch in dieser Hinsicht kurzfristig reagieren.“

Großes Lob zollte der Oberbürgermeister zum Abschluss der letzten Lagebesprechung allen Mitgliedern der FügK um Koordinator Leonhard Seibold sowie sämtlichen Rettungs- und Hilfsorganisationen: „Sie haben in den vergangenen drei Monaten phasenweise buchstäblich rund um die Uhr gearbeitet, als Team sehr gut harmoniert und so ganz Hervorragendes geleistet. Für diesen unermüdlichen, vorbildlichen Einsatz im Dienst unserer Stadtgesellschaft darf ich mich im Namen aller Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich bedanken.“

Die günstigen Zahlen zeigten nun, dass die Mühen nicht vergebens gewesen seien, sagte Putz. „Wir dürfen gemeinsam glücklich und dankbar sein, dass sich die zwischenzeitlich auch in unserer Region äußerst angespannte Lage so positiv entwickelt hat. Das oberste Ziel, den Schutz und die Rettung möglichst vieler Menschenleben, haben wir gemeinsam erreicht: Darauf darf jeder und jede stolz sein.“


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