13.06.2020, 16:28 Uhr

Der Ergoldinger Badespaß ERGOMAR öffnet am Montag seine Tore

Einbahnstraßen-Betrieb: Im Schwimmerbecken gibt es in diesem Sommer keinen Gegenverkehr.  Foto: ERGOMAREinbahnstraßen-Betrieb: Im Schwimmerbecken gibt es in diesem Sommer keinen Gegenverkehr. Foto: ERGOMAR

Wegen Corona beginnt die bisher außergewöhnlichste FreibadsaisonErgoldings. Am Montag startet das ERGOMAR verspätet in die Sommersaison. Der Gemeinderat hat entschieden, dass ein sicherer Aufenthalt im Schwimmbad möglich sei – dennoch wird der Besuch durch Regeln anders ablaufen als gewohnt.

Ergolding. Mit Hochdruck arbeitet das ERGOMAR-Team seit der Bekanntgabe der fünften bayerischen Infektionsschutzverordnung am Hygienekonzept, um am Montag, 15. Juni, den Außenbereich öffnen zu können. Trotz Corona wird somit also auch eine Abkühlung an heißen Sommertagen möglich sein. Damit die Regeln aber auch tatsächlich funktionieren, bittet der Betriebsleiter Christian Wuschek die Besucher eindringlich, sich auch gewissenhaft daran zu halten. Außerdem liege es ihm sehr am Herzen, die Gäste wissen zu lassen, dass die Vorschriften nicht vom Bad selbst kommen, sondern durch das bayerische Ministerialblatt so vorgeschrieben werden.

Die wichtigste Neuerung wird sein: Ins Bad rein kommt nur, wer sich vorab online angemeldet hat. Dabei kann der Besucher den Zeitpunkt auswählen, an dem er kommen möchte – eine Zeitbegrenzung ist vorerst nicht geplant. Das Ticket, das online ausgestellt wird, muss ausgedruckt und mitgebracht werden. Die Anmeldepflicht gilt jeden Tag aufs Neue und soll dafür sorgen, dass im Falle eines Corona-Falls nachvollziehbar ist, wer sonst noch zur selben Zeit im Bad war. Ein Saisonticket und auch einen Spontanbesuch wird es also nicht geben. Zudem herrschen reguläre Eintrittspreise. Auf einen sogenannten „Corona-Aufschlag“, der in vielen Bereichen mittlerweile üblich ist, möchte man den Gästen zuliebe verzichten.

Im Gegenzug hofft man auf das Verständnis, dass bereits gebuchte Tickets nicht zurückerstattet werden können, wenn ein Badbesuch aus diversen Gründen nicht möglich ist. Um den Mindestabstand von zwei Metern auch im Wasser zu garantieren, hat das Bad außerdem vier Bahnen festgelegt, in denen unterschiedliche Schwimmtypen ihren Platz finden.

Dabei soll vermieden werden, dass unerlaubterweise im Wasser überholt wird. Im ERGOMAR herrscht zudem, wie bereits gewohnt, Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, WCs und im Kioskbereich – im Außenbereich müssen diese nicht getragen werden sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Gemäß den Vorgaben macht das ERGOMAR darauf aufmerksam, dass Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt mit COVID-19 Fällen hatten, sich gesundheitlich angeschlagen fühlen, unter Fieber oder einer Erkrankung der Atemwege jeglicher Schwere leiden, nicht ins ERGOMAR dürfen.

Bei der Anzahl der Besucher haben sich die Landkreisbäder darauf geeinigt, etwas vorsichtiger zu sein, als es die offiziellen Bestimmungen vorgeben und pro zehn Quadratmeter nur einen Gast zuzulassen. Aktuell werden daher laut Betriebsleiter Christian Wuschek 500 Gäste gleichzeitig ins Bad gelassen. Die Badewelt, das Ganzjahresbecken, der Saunabereich, alle Attraktionen wie die große Rutsche und Ballplätze, sowie auch die Umkleiden und Duschen bleiben vorerst geschlossen.

Zugunsten der Schwimmer im Sportbecken kann vorläufig kein Aquajogging stattfinden. Aber die aktuelle Gesetzeslage werde aufmerksam verfolgt und sobald es Änderungen gibt, werde man unverzüglich entsprechende Anpassungen in sämtlichen Bereichen vornehmen. „Ein Schwimmbadaufenthalt wird dieses Jahr nicht derselbe sein wie in den vergangenen Jahren“, möchte der Betriebsleiter nochmals deutlich machen. Gerade deshalb hofft Wuschek inständig auf das Verständnis und die Vernunft der Besucher.

Eine Übersicht über Verhaltensregeln, E-Ticket-Buchung und aktuelle Entwicklungen sind auch auf der Homepage unter www.ergomar-ergolding.de einsehbar.


0 Kommentare