18.03.2020, 12:36 Uhr

Uneinsichtig und beratungsresistent Polizei muss Bordell und Billardstudio schließen

Trotz Anordnung der Staatsregierung hatte ein Betreiber sein Landshuter Bordell am Dienstag noch geöffnet.  Foto: 123rf.comTrotz Anordnung der Staatsregierung hatte ein Betreiber sein Landshuter Bordell am Dienstag noch geöffnet. Foto: 123rf.com

Geht‘s eigentlich noch? Anscheinend kümmern sich immer noch einige herzlich wenig um die von der Bayerischen Staatsregierung Einschränkungsmaßnahmen. Auch hiesige Unternehmer sind hier wahrlich kein Vorbild. Am Dienstagabend musste die Landshuter Polizei ein Billardstudio und ein Bordell schließen.

Landshut/Ergolding. Offensichtlich unbeeindruckt von der Allgemeinverfügung der Staatsregierung war der Betreiber eines Bordellbetriebs im Landshuter Stadtgebiet. Am Dienstag, gegen 21 Uhr, erhielt die Polizei die Mitteilung, dass ein solcher Betrieb entgegen der Anordnung noch geöffnet sei und dort „gearbeitet“ wird.

Bei der Überprüfung vor Ort stellten die Beamten fünf Damen in „Arbeitskleidung“ fest, die tatsächlich ihre Dienste anboten. Der Betreiber wurde umgehend aufgefordert, das Etablissement zu schließen. Gegen ihn wird ein Ermittlungsverfahren wegen einem Verstoß nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Nur eine Stunde später – am Dienstag, gegen 20 Uhr – stellten Polizeibeamte im Rahmen einer Streifenfahrt fest, dass im Gemeindebereich Ergolding, entgegen der Allgemeinverfügung der Staatsregierung, ein Billardstudio geöffnet hatte. Es waren mehrere Gäste anwesend, der verantwortliche Betreiber stellte nach Aufforderung der Polizei den Betrieb umgehend ein. Ihn erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen einem Verstoß nach dem Infektionsschutzgesetz.


0 Kommentare