24.01.2020, 10:22 Uhr

Schmierer-Problem immer schlimmer Jetzt sucht die Polizei den „Penis-Sprayer“ von der Wolfgangsiedlung


Gleich mehrere Häuser wurden beschmiert – die Landshuter Polizei bittet um Hinweise

LANDSHUT Verschandelte Hausfassaden, Grundstücksmauern und Garagen – Landshut hat ein massives Schmierer-Problem!

„Wir stellen in letzter Zeit vermehrt Graffiti fest“, bestätigt Polizei-Pressesprecher Daniel Prinz. Zumeist sind es stümperhaft hingekritzelte Schriftzüge, Parolen oder Symbole. „Mit Kunst hat das nichts zu tun“, so Prinz zum Wochenblatt. Die Anzeigen wegen Sachbeschädigung häufen sich. Zwei Beamte würden sich inzwischen um die Bearbeitung der Fälle im Zuständigkeitsbereich der Landshuter Inspektion kümmern.

Besonders krass haben Sprayer in der letzten Woche in der Wolfgangsiedlung gewütet. Vermutlich in der Nacht auf Freitag beschmierten Unbekannte gleich mehrere Häuser im Bereich der Wohngegend in der Joseph-Schlicht-Straße mit Penis-Graffiti sowie eindeutigen Parolen. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im vierstelligen Bereich. Leidtragende sind auch hier die Hauseigentümer, die sich um die Beseitigung kümmern müssen. Eine Anwohnerin sagt mit Blick auf die anstehenden Malerarbeiten: „Das ärgert einen natürlich. Das kostet ja eine Menge Geld“.

Immerhin, manchmal geht der Polizei aber auch ein Täter ins Netz. Am vergangenen Samstag zum Beispiel konnten die Landshuter Ordnungshüter einen jungen Mann (19) vorläufig festnehmen, der am helllichten Tag mit weißer Farbe auf dem Gehweg in der Papiererstraße rumgekritzelt haben soll.

Wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn zu viele Sprayer treiben offenbar im Landshuter Stadtgebiet ihr Unwesen. Polizeisprecher Daniel Prinz sagt zum Wochenblatt: „Einen schnappt man, aber der Nächste wartet schon.“


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