10.01.2020, 14:06 Uhr

Hilfskonvois nach Osteuropa Die Johanniter-Weihnachtstrucker sind zurück in der Heimat

49 Lastwagen brachten die Hilfslieferungen von Landshut aus nach Südosteuropa (Foto: Marcel Kohler)49 Lastwagen brachten die Hilfslieferungen von Landshut aus nach Südosteuropa (Foto: Marcel Kohler)

Die Johanniter-Weihnachtstrucker, die am 26. Dezember von Landshut aus starteten, sind von Ihrer Tour durch Osteuropa wohlbehalten zurückgekehrt.

LANDSHUT Fünf bewegte Tage und fast 17.000 gefahrene Kilometer liegen hinter den mehr als 150 haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die sich am 26. Dezember mit dem Johanniter-Weihnachtstrucker von Landshut auf den Weg nach Bosnien, Nord- und Zentral-Rumänien, Bulgarien und in die Ukraine aufgemacht hatten. Bereits am 1. Weihnachtsfeiertag war der Konvoi nach Albanien gestartet. Jetzt sind sämtliche Sattelschlepper wieder wohlbehalten zurück in der Heimat angekommen. Die Ladeflächen sind leer. Doch die Teilnehmer haben besondere Momente und Erlebnisse mitgebracht.

49 Lastwagen mit 98 ehrenamtlichen Fahrern waren in sechs Konvois gemeinsam mit je zwei Konvoi-Leitern sowie zahlreichen Helfern und Fotografen Richtung Südosteuropa aufgebrochen. Auch aus Ostbayern waren zahlreiche Helfer mit dabei, um über Autobahnen, durch Städte und über unwegsame Schotterwege in die Zielregionen zu gelangen.

In den Zielregionen wurden die mit 62.390 gespendeten Hilfspaketen voll beladenen Lastwagen voller Vorfreude erwartet. „Teilweise hatten die Kinder schon seit Tagen unserer Ankunft entgegen gefiebert“, sagt Ulrich Bauriedlvon den Johannitern, der den Konvoi nach Zentral-Rumänien begleitete. Auch ganze Familien und alte Menschen waren, zum Teil sogar mit Pferdefuhrwerken, aus entlegenen Bergdörfern zu den Verteilstellen gekommen. Diese befinden sich, je nach Region, in Schulen, Kirchengemeinden, Klöstern, bei privaten Initiativen oder anderen Hilfsorganisationen in Kleinstädten und Dörfern.

„Wir haben wie jedes Jahr versucht, alle Pakete persönlich an die vorab sorgfältig ausgewählten Empfänger zu übergeben“, ergänzt Bauriedl. „Uns ist wichtig, dass tatsächlich die Personen ein Paket bekommen, die dies auch wirklich brauchen. Wir sind sehr froh, dass wir vor Ort wieder tatkräftige Unterstützung von unseren Partnern erhalten.“

Die Johanniter kennen die Partnerorganisationen seit vielen Jahren und halten auch zwischen den Aktionen Kontakt. Die Pakete werden gerade in der kalten Jahreszeit sehnsüchtig von der Bevölkerung erwartet. „Es ist nicht meine erste Tour. Doch auch dieses Jahr bin ich wieder sehr bewegt, unter welchen Bedingungen zum Teil die Menschen hier leben müssen,“ sagt Bauriedl. „Und trotz ihrer eigenen schwierigen Situation, werden wir so herzlich empfangen und man möchte das Wenige mit uns noch teilen.“

Die Weihnachtstrucker haben den Menschen in den ärmsten Regionen eine große Freude bereitet. (Foto: Antje Piekenbrock )

Auch die Anteilnahme der daheimgebliebenen Familien, Freunden, Kollegen und Unterstützern ist ganz besonders. Die Fahrer freuen sich, wenn sie all‘ die herzlichen Nachrichten auf der Facebook-Seite des Johanniter-Weihnachtstruckers lesen: „Es rührt mich einfach, dass so viele Menschen unsere Fahrt begleiten“, sagt ein Fahrer. „Von Herzen sage ich allen Dank, die uns auf diese Weise unterstützen.“

Jetzt heißt es für die Helfer erstmal ankommen, entspannen und die Eindrücke verarbeiten. Hört man sich in ihren Reihen um, so wird schnell klar: Viele sind auch nächstes Mal wieder mit dabei.


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