09.01.2020, 21:27 Uhr

„Fridays gegen Altersarmut“ in Landshut „Wir sind für eine Rentenerhöhung, damit alten Menschen ein würdevolles Leben ermöglicht wird“

Petra Reinhardt organisiert die Mahnwache von „Fridays gegen Altersarmut“ in Landshut (Foto: Casdorf)Petra Reinhardt organisiert die Mahnwache von „Fridays gegen Altersarmut“ in Landshut (Foto: Casdorf)

Am 24. Januar ruft die Bewegung „Fridays gegen Altersarmut“ in Landshut zu einer Mahnwache auf. Offenbar sind im Vorfeld Störaktionen angekündigt worden.

LANDSHUT Die Angst vor Mini-Renten und Bedürftigkeit im Alter treibt viele Menschen in Deutschland um. Vor einigen Monaten hat sich bei Facebook eine Bewegung formiert, die innerhalb kurzer Zeit auf fast 270.000 Mitglieder angewachsen ist. Ihr Name: „Fridays gegen Altersarmut“. Die Initiatoren wollen ihren Protest nun von den Sozialen Medien auf die Straße bringen. Am 24. Januar ist ein bundesweiter Aktionstag geplant - auch in Landshut soll eine Mahnwache stattfinden.

Organisatorin in der Dreihelmenstadt ist Petra Reinhardt. „Altersarmut ist ein großes Problem“, sagt die 50-Jährige. Ihre Kernforderung: „Wir sind für eine Rentenerhöhung, damit alten Menschen ein würdevolles Leben ermöglicht wird.“ Quälende Geldnot im Seniorenalter hat die Landshuterin bei der eigenen Mutter erlebt, erzählt sie. Und auch sie selbst muss jeden Cent zweimal umdrehen. Die frühere Berufskraftfahrerin ist nach Unfall und Krankheit auf eine Erwerbsminderungsrente angewiesen.

Die Bewegung „Fridays gegen Altersarmut“ bezeichnet sich selbst als „politisch unabhängig“, seit der Gründung werden aber Protagonisten immer wieder mit der rechten Szene in Verbindung gebracht. Für Petra Reinhardt ist das kein Thema: „Ich bin weder links noch rechts. Mir geht es um die Altersrente - und die muss erhöht werden.“

In fast 200 Städten in Deutschland sollen am 24. Januar Mahnwachen stattfinden, in Landshut von 15 bis 17 Uhr vor dem Rathaus. „Wir wollen dort mit den Passanten ins Gespräch kommen“, erklärt Reinhardt. Im Internet seinen zwar Störaktionen angekündigt worden, doch die „vereinzelten Drohungen“ schrecken sie nicht. „Wir wollen eine friedliche Veranstaltung. Sollte es Ausschreitungen geben, ist die Polizei da“, so Reinhardt.


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