29.11.2019, 12:54 Uhr

Landshut wächst und wächst und wächst Student Gordon Schipper ist der 73.000. Landshuter!

Oberbürgermeister Alexander Putz (Mi.) und der stellvertretende Leiter des Einwohner- und Standesamts, Rupert Stopfer (re.) begrüßten am Donnerstag den 73.000. Bürger der Stadt Landshut: Gordon Schipper. (Foto:  Stadt Landshut)Oberbürgermeister Alexander Putz (Mi.) und der stellvertretende Leiter des Einwohner- und Standesamts, Rupert Stopfer (re.) begrüßten am Donnerstag den 73.000. Bürger der Stadt Landshut: Gordon Schipper. (Foto: Stadt Landshut)

Das kontinuierlich starke Bevölkerungswachstum hält in der Stadt Landshut auch im Jahr 2019 an: Am Donnerstag konnte Oberbürgermeister Alexander Putz mit Gordon Schipper den 73.000. Bürger offiziell willkommen heißen. Dass der 31-jährige gebürtige Niedersachse von seiner neuen Heimat begeistert ist, wurde bei dem Termin im Rathaus schnell deutlich: „Es war eine gute Entscheidung, nach Landshut zu ziehen. Die Stadt ist schön und sehr romantisch“, sagte Schipper. Besonders die Architektur der Altstadt, die Martinskirche und die Burg Trausnitz mit dem Blick auf Landshut und die Isar haben es ihm angetan: „Dieses Stadtbild bewegt mein Herz.“

LANDSHUT Berufsbedingt lebte Schipper zuletzt in Cottbus. Dort, im Südosten Brandenburgs, lernte er auch seine Freundin kennen. Die verschlug es nun beruflich nach Landshut. „Und ich bin ihr sozusagen hinterher gezogen“, verriet Schipper. Er selbst studiert nun übrigens Jura an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Deshalb wohnt das Paar auch in einem Studentenwohnheim am Kennedy-Platz. „Das tägliche Pendeln an die Uni nach München ist für mich kein Problem“, so der 31-Jährige – den guten Bahnverbindungen zwischen Landshut und der Landeshauptstadt sei Dank.

OB Putz freute sich sichtlich darüber, dass sich Schipper offenbar schnell eingelebt hat und sich nach kurzer Zeit bereits so mit der Stadt identifiziert. „Seine Worte waren beste Werbung für Landshut und im Vorfeld nicht abgesprochen“, versicherte Putz lachend. Dann überreichte der Rathauschef Schipper neben einer Urkunde eine Jahreskarte für die Schwimmschule, ein Buch über die Stadt und das obligatorische Buchskranzerl.

Der Oberbürgermeister gab sich angesichts des anhaltend starken Wachstums – von 2010 bis 2019 ist die Einwohnerzahl von 63.258 auf nun mehr als 73.000 gestiegen – aber auch nachdenklich. Einerseits sei es ein positives Zeichen, dass so viele Menschen gerne hier leben und jedes Jahr so viele neue Bürger zuziehen. „Schließlich ist das der beste Beleg für die Attraktivität unserer Stadt, die auch unabhängige Studien wie der aktuelle Prognos-Zukunftsatlas eindrucksvoll bestätigen“, sagte Putz. Dort belegt Landshut den ersten Platz unter allen kreisfreien deutschen Städten bis 100.000 Einwohner.

Andererseits stelle das jährliche Bevölkerungsplus von rund 1.000 Bürgern aber auch eine Herausforderung dar. Zumal die Dynamik laut Putz noch wesentlich höher liegt: „Wir verzeichnen momentan pro Jahr rund 7.000 Zuzüge und etwa 6.000 Wegzüge. Das bedeutet, dass jährlich fast zehn Prozent der städtischen Bevölkerung ausgetauscht werden. Das erleichtert die in vielen Bereichen nötigen Planungen natürlich nicht.“ Schließlich wisse man nicht, wie viele Familien mit Kindern unter den Neubürgern sein werden, so der Oberbürgermeister. „Und das macht es so schwierig, beispielsweise den konkreten Bedarf an Schulen und Betreuungsplätzen über Jahre im Voraus verlässlich zu prognostizieren.“


0 Kommentare