31.10.2019, 13:58 Uhr

Im Einsatz gegen die Ekel-Nager Wolfgang Holzmann ist der Rattenfänger von Landshut

Der Rattenfänger von Landshut: Wolfgang Holzmann stellt eine zugriffsgeschützte Rattenköderstation auf. (Foto:  Dr. Gumpinger GmbH)Der Rattenfänger von Landshut: Wolfgang Holzmann stellt eine zugriffsgeschützte Rattenköderstation auf. (Foto: Dr. Gumpinger GmbH)

Wolfgang Holzmann schreitet zur Tat, wenn es in Landshut mal wieder Probleme mit Ratten gibt

LANDSHUT Wolfgang Holzmann hat einen krisensicheren Job. Der Unternehmer ist Geschäftsführer der Dr. Gumpinger GmbH, die sich u.a. die Schädlingsbekämpfung auf die Fahnen geschrieben hat. Hygiene wird zwar heutzutage mittlerweile großgeschrieben, doch Schädlinge wie Ratten oder Schaben sind aus privaten oder gewerblichen Gebäuden nicht gänzlich fernzuhalten. „Dort, wo Müll nicht ordnungsgemäß entsorgt wird, tauchen Mäuse und Ratten auf“, weiß Holzmann – der dann gerufen wird. „Mir geht die Arbeit nicht aus.“

Zusammen mit seinen Mitarbeitern ist Wolfgang Holzmann nicht nur bei Akutfällen im Einsatz. „Schädlingsbekämpfung ist eine Ganzjahresaufgabe“, weiß Dieter Dort vom Fachbereich Naturschutz im Landshuter Rathaus. „Flutmulde, Maxwehr, Hammerbach, Isar, immer wieder tauchen dort Ratten auf.“ Bei Meldungen aus der Bevölkerung kümmere man sich sofort darum und beauftrage die Schädlingsbekämpfer. Dieter Dort zum Wochenblatt: „Das Füttern ist das größte Problem.

Erst kommen die Enten, dann die Tauben und schließlich die Ratten.“ Um die Bürger noch stärker zu sensibilisieren, habe man bereits neue Hinweisschilder für die Flutmulde in Auftrag gegeben. „Hoffentlich werden die Leute dann etwas einsichtiger“, so Dort weiter. Schädlingsbekämpfer Holzmann hat genügend Erfahrung, um zu wissen, „dass diese Schädlinge nie ganz ausgerottet werden können. Ratten tauchen immer wieder auf.“ In Flussnähe oder an kleinen Gewässern hätten die Nager ideale Unterschlupfmöglichkeiten, könnten sich stets rasch und nahezu unbemerkt zurückziehen und wieder hervorkommen. „Wo viele Leute wohnen oder arbeiten, entsteht viel Müll – und dort finden Mäuse und Ratten ideale Bedingungen. Die Nager suchen sich Müll und Essensreste und halten es dann in diesem Revier gut aus“, sagt Wolfgang Holzmann. Falsch befüllte Komposter würden ebenso paradiesische Verhältnisse bieten wie frei zugängliche gelbe Säcke oder am Boden verstreutes Vogelfutter.

Die Dr. Gumpinger GmbH sei seit langem Partner der Stadt Landshut und hier für die Schädlingsbeseitigung zuständig. Auch wenn in Landshut – auch wegen der Lage an der Isar – regelmäßig Ratten auftauchen, sei das Problem hier nicht größer oder geringer als in anderen Städten wie München oder Ingolstadt. „Die Ratten suchen sich schon ihre Futterquellen.“ Nicht gerufen wird das Team um Wolfgang Holzmann übrigens, wenn Schädlinge in der Landshuter Kanalisation auftauchen. Darum kümmern sich dann die Stadtwerke mit ihren Mitarbeitern in Eigenregie.

Um die Nager zu erlegen, setzt Wolfgang Holzmann übrigens Blutgerinnungshemmer ein, die mit (für Menschen ungenießbaren) Bitterstoffen versetzt sind. Holzmann: „Durch innere Blutungen werden die Ratten immer schwächer, bleiben in ihrem Bau, schlafen ein und sterben schmerzfrei.“

Isarnähe, Stadtnähe, dichter Bewuchs: ideale Bedingungen für Ratten wie hier unweit der Klötzlmüllerstraße. (Foto: Grießer)

Der „Rattenfänger von Landshut“ weiß jedoch auch, dass die Schädlingsbekämpfung nur von überschaubarer Dauer und nie für die Ewigkeit ist: „Man kann gar nicht so genau auf den Müll aufpassen, als dass die Ratten nicht doch irgendwo etwas finden würden.“


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