24.10.2019, 20:34 Uhr

Investition in die Versorgungssicherheit Frischzellenkur fürs Umspannwerk Ost ist erfolgreich abgeschlossen


Die Sanierung des Umspannwerks (UW) Ost ist abgeschlossen. Nur die Baustelleneinrichtung muss noch abtransportiert werden. Dazu ist am Dienstag, 29. Oktober, schweres Gerät zum Abtransport eines Betonfertigteil-Gebäudes erforderlich: Ein 35 Meter langer Lkw muss das 73 Tonnen schwere Objekt durch die Nikolaus-Alexander-Mair- und die Christian-Jorhan-Straße manövrieren. Entlang der Straßen gilt deswegen für Dienstag Halteverbot. Die Anlieger wurden von den Stadtwerken bereits informiert. Sie bitten darum, die Halteverbote unbedingt einzuhalten. Nur so kann eine reibungslose An- und Abfahrt des Schwertransports erfolgen und die Einschränkungen für die Anlieger können möglichst gering gehalten werden.

LANDSHUT Mit Abschluss der Modernisierung der elektrotechnischen Anlagen des UW Ost und der Erweiterung der Transformatorenflotte, stellen die Stadtwerke sowohl die Energielieferung als auch den Energiebezug für die Zukunft sicher. Das UW Ost, gelegen zwischen der kleinen Isar und Flutmulde, ist neben dem Umspannwerk in Altdorf ein zentraler Knotenpunkt für die Stromversorgung Landshuts. Es ist – bildlich vorgestellt – ein großer Logistik-Umschlagplatz für die Just-in-Time-Lieferung des Stroms.

Die Herzstücke eines Umspannwerks sind dabei die Transformatoren. Sie verknüpfen die unterschiedlichen Spannungsebenen: Im UW Ost wird Hochspannung (110 kV) des vorgelagerten Netzes auf Mittelspannung (20 kV) heruntertransformiert und in das Verteilnetz der Stadtwerke in die Ortsnetzstationen geleitet und so weiter an die Kunden verteilt.

Das UW Ost ist fast ein halbes Jahrhundert alt. 1970 war der Bau eines zweiten Umspannwerks im östlichen Stadtgebiet wegen des steigenden Energiebedarfs beschlossen worden. Zwei Jahre später ging es in Betrieb. Angesichts des Alters sowie der steigenden Anforderungen ans Stromnetz wurde eine Frischzellenkur nötig. Neben dem dritten Transformator, der aus Redundanzgründen erforderlich geworden war und im Februar 2019 in Betrieb ging, wurden seit Mitte 2018 die Erdschlusskompensation erneuert und die 20 kV-Schaltanlage komplett modernisiert.

Das Sanierungsvorhaben war auf rund 1,5 Jahre angelegt. Die Stadtwerke lagen laufend im Plan – sowohl zeitlich als auch hinsichtlich der Kosten. Rund fünf Millionen Euro investierten die Stadtwerke insgesamt mit der Modernisierung in die Versorgungssicherheit der Einwohner. Mit dem zusätzlichen Trafo und der fernsteuerbaren Schaltanlage ist die wachsende Stadt in Sachen Stromversorgung bestens für die nächste Zukunft gerüstet und für die Energiewende vorbereitet.


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