30.11.2020, 22:00 Uhr

Tierpark Hellabrunn Baby-Elefant „Otto“ trifft seine Tanten

 Foto: Tierpark Hellabrunn/Navin Adami Foto: Tierpark Hellabrunn/Navin Adami

In dieser Woche traf der kleine „Otto“ zum ersten Mal auf zwei weitere Bewohnerinnen des Hellabrunner Elefantenhauses: Seine Tanten „Mangala“ und „Panang“, die bereits die Geburt aus nächster Nähe beobachten konnten, begrüßten „Otto“ sehr entspannt und freundlich.

München. Das erste direkte Zusammentreffen von „Otto“ und seinen Tanten verfolgten natürlich Mama „Temi“, aber auch das Tierpfleger-Teams ganz genau. Zwar ist die Situation mit einem Jungtier für „Mangala“ und „Panang“ – beide waren bereits bei „Ludwigs“ Geburt im Jahr 2011 dabei – nicht neu, dennoch war es spannend, wie die beiden auf „Otto“ reagieren würden. „Das erste Treffen verlief insgesamt sehr harmonisch“, so Tierpfleger Lorenz Schwellenbach. „Otto“ nahm gleich neugierig Kontakt zu den beiden Tanten auf. Anfangs verlief sich der Kleine unter „Panangs“ Bauch – „da kam kurz Nervosität auf, aber ,Temi‘ machte sich schnell bemerkbar und so wusste ,Otto‘, wo der richtige Bauch ist“, erzählt Schwellenbach

Nachwuchs in der Gruppe ist zwar eine neue, aber keine unbekannte Situation für die Hellabrunner Elefantenkühe. Besonders „Mangala“ verstand sich mit dem 2011 geborenen Elefantenbullen „Ludwig“ sehr gut. Anders geht es da Vater „Gajendra“, der bisher noch keinen direkten Kontakt zu Jungtieren hatte. „Als er ,Otto‘ das erste Mal sah, war er sichtlich irritiert vom Nachwuchs und bewegte sich ganz vorsichtig und rückwärts nach draußen“, so Schwellenbach. Auch im natürlichen Lebensraum sind Elefantenbullen bei der Aufzucht von Jungtieren nicht involviert. Sie leben als Einzelgänger und treffen nur zur Paarung auf die Kühe, während sich diese im Familienverband um die Jungtiere kümmern und zusammenleben. Dabei ist es durchaus üblich, dass sich auch andere Elefantenkühe an der Aufzucht beteiligen. Sobald die Tiere Bullen geschlechtsreif sind, verlassen sie die Mutterherde.

Doch bis es soweit ist, vergeht in Hellabrunn noch sehr viel Zeit – sodass nicht ausgeschlossen ist, dass „Otto“ und „Gajendra“ sich im direkten Kontakt begegnen können. Zunächst aber darf sich der kleine Elefantenbulle an die neue Situation im Haus gewöhnen. In den kommenden Tagen werden „Otto“ und „Temi“ immer mehr Zeit gemeinsam mit „Mangala“ und „Panang“ auf der Innenanlage des Elefantenhauses verbringen. Der erste Ausflug auf die Außenanlage wird vorrausichtlich noch einige Wochen dauern.

Der kleine „Otto“ entwickelt sich nach wie vor prächtig. Er wird von Tag zu Tag neugieriger und erkundet die vielen Spielmöglichkeiten im Elefantenhaus. Außerdem wird er immer geschickter mit seinem Rüssel, der für Elefanten ein wichtiges Instrument zum Tasten, Gestikulieren und natürlich zur Nahrungsaufnahme ist.


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