22.10.2020, 10:30 Uhr

Aufwändige Rettungsaktion Kran auf einer Baustelle in München stürzt um – zwei Schwerverletzte


Bei einem Kranunglück am Arabellapark in München sind am Mittwoch, 21. Oktober, zwei Mitarbeiter der Kranfirma schwer verletzt worden.

München. Ab 9.30 Uhr gingen in der Integrierten Leitstelle mehr als ein Dutzend Meldungen ein, dass ein Kran auf einer Baustelle am Arabellapark auf einem fünfstöckigen Gebäude umgefallen sei. Zwei Personen seien mitabgestürzt.

Ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeugen wurde alarmiert. Sieben Minuten später waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort, diese begannen mit den sofortigen Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen. Die erste Erkundung ergab, dass der umgefallene Baukran inzwischen über die Dachkante hinausragte, wobei der längere Teil bereits abgeknickt am Boden lag. Beim Umfallen hatte er einen Mitarbeiter in einem Baucontainer begraben.

Sofort wurde die Menschenrettung eingeleitet. Ein Notarzt und ein Rettungswagen versorgten den schwer verletzten Mann und transportierten diesen in eine Münchner Klinik. Dankenswerterweise hatten vor dem Eintreffen der Rettungskräfte zwei Mitarbeiter des medizinischen Dienstes der HypoVereinsbank und eine Ärztin einer nahegelegenen HNO-Praxis bereits die Erstversorgung übernommen.

Währenddessen erkundeten weitere Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst das Dach des Bürogebäudes und fanden dort den schwe rverletzten Kranführer vor, für den ebenfalls sofort die ersten Notfallmaßnahmen eingeleitet wurden. Ein Notarztteam, die Besatzung eines Rettungshubschraubers und unterstützende Einsatzkräfte stabilisierten den Patienten. Mit schwersten Kopfverletzungen wurde er mit einer Winde vom Hubschrauber „Christoph 1“ vom Dach aufgenommen und direkt in den Schockraum einer Münchner Klinik gebracht.

Beim Sturz hatte der Kran Teile der Fassade eingedrückt; eine Suche ergab jedoch keine weiteren Verletzten. Ein Statiker der Lokalbaukommission untersuchte die Unfallstelle auf mögliche weitere Gefahrenquellen. Das Kriseninterventionsteam betreute im Anschluss mehrere Zeugen und Bauarbeiter. Dafür wurden Räumlichkeiten im Gebäude der HypoVereinsbank zur Verfügung gestellt.

Zur Unfallursache und Schadenshöhe kann vonseiten der Feuerwehr keine Angabe gemacht werden.


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