19.04.2020, 11:25 Uhr

Pandemie Der Tierpark Hellabrunn bleibt voraussichtlich bis einschließlich 3. Mai für Besucher geschlossen

 Foto: Tierpark Hellabrunn/Dennis Eckert Foto: Tierpark Hellabrunn/Dennis Eckert

Seit Donnerstag, 16. April ist es offiziell: Nach Beratungen von Bund und Ländern werden die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote im Zuge der weiterhin allgegenwärtigen Corona-Pandemie fortgesetzt. Der Tierpark Hellabrunn in München wird bis voraussichtlich einschließlich 3. Mai für Besucher geschlossen bleiben.

München. Diese Entscheidung stellt Hellabrunn vor eine große Herausforderung, die damit verbundenen Umsatzverluste zu schultern.

Seit Dienstag, 17. März, findet kein Besucherbetrieb mehr im Münchner Tierpark Hellabrunn statt. Zu normalen Zeiten eines der beliebtesten und meistbesuchten Ausflugsziele in Bayern sind die Tierhäuser und die Besucherwege nun seit einem Monat menschenleer. So mancher der tierischen Bewohner Hellabrunns wundert sich über das Ausbleiben der großen und kleinen Tierparkgäste, die gerade in dieser wunderschönen Jahreszeit sonst so zahlreich in den Park strömen.

„Selbstverständlich richten wir uns nach den staatlichen Verordnungen und werden weiterhin dafür Sorge tragen, dass es all unseren Tieren auch in Zeiten der Schließung an nichts mangelt, alle notwendigen Arbeiten in Hellabrunn reibungslos vonstattengehen und die Arbeitsplätze unserer hochengagierten und motivierten Mitarbeiter erhalten bleiben“, so Rasem Baban, Tierparkdirektor und Vorstand in Hellabrunn. „Der Tierpark ist jedoch auch ein wirtschaftlich geführtes Unternehmen, welches auf seine Kosten- und Ertragslage achten muss, damit es seinen Bildungsauftrag erfüllen kann und die zahlreichen wissenschaftlich geführten Artenschutzprojekte weiterbetrieben werden können. Die derzeitige Situation stellt uns in der Tat vor große Herausforderungen: Die überaus umsatzstarke Frühjahrssaison mit hohen Tages- und Jahreskartenverkäufen sowie Pachterträgen aus der Gastronomie bricht uns vollständig weg. Dies reißt aktuell ein Loch von weit über zwei Millionen Euro in die Bilanz. Denn nicht nur die Einnahmen bleiben aus: Es kostet den Tierpark auch jetzt jeden Tag circa 50.000 Euro, die umfangreiche Versorgung, die Pflege und tiermedizinischen Betreuung aller Tiere sicherzustellen und die allgemeinen Hygiene- und Sicherheitsstandards aufrechtzuerhalten. Unser Dachverband, der Verband der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ) hatte zu der aktuellen Notsituation, von der alle zoologischen Einrichtungen in Deutschland betroffen sind, bereits Ende März einen deutlichen Hilferuf an die Bundesregierung formuliert“, so Baban weiter.

„Jeder, dem der Tierpark Hellabrunn am Herzen liegt, kann auch abseits einer willkommenen Geldspende einen Beitrag leisten, von dem nicht nur der Tierpark, sondern auch der Geldgeber profitiert“, ergänzt Dennis Späth, Leiter der Unternehmenskommunikation in Hellabrunn. „So kann man während der Schließung des Tierparks Vorverkaufstickets sowie Gutscheine für Jahreskarten über unser Service-Center erwerben. Oder man kann eine Tierpatenschaft eingehen bzw. verschenken. Auch eine regelmäßige Unterstützung des Förderkreises Hellabrunn ist hilfreich, zudem steuerlich absetzbar und bietet den Förderern durch exklusive Veranstaltungen und Informationen noch intensivere Einblicke in Münchens beliebten Zoo. Alle Informationen hierzu finden sich auf unserer Website unter www.hellabrunn.de“, so Späth weiter.

Sobald sich eine Wiederöffnung des Münchner Tierparks Hellabrunn abzeichnet – sicherlich zunächst mit einigen Einschränkungen – wird diese auf allen Kanälen kommuniziert.


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