10.04.2019, 22:07 Uhr

„Köstlicher“ Landschaftsschutz Die neue Altmühltaler-Lamm-Königin heißt Franziska Lechner

Die neue Altmühltaler-Lamm-Königin Franziska Lechner (vorne rechts) mit ihrer Vorgängerin Jana Müller sowie (von rechts) „Königinnenvater“ Robert Lechner, Erich Neulinger (Verein der Hüteschäfer), Richard Mittl (Bürgermeister Mörnsheim), Christoph Würflein (Geschäftsführer Naturpark Altmühltal) und Klaus Amann (LEADER/Landschaftspflegeverband Kelheim). (Foto: Sisi Wein, Magenta4)Die neue Altmühltaler-Lamm-Königin Franziska Lechner (vorne rechts) mit ihrer Vorgängerin Jana Müller sowie (von rechts) „Königinnenvater“ Robert Lechner, Erich Neulinger (Verein der Hüteschäfer), Richard Mittl (Bürgermeister Mörnsheim), Christoph Würflein (Geschäftsführer Naturpark Altmühltal) und Klaus Amann (LEADER/Landschaftspflegeverband Kelheim). (Foto: Sisi Wein, Magenta4)

Landschaftsschutz und Feines vom Lamm: Das vereint im Naturpark Altmühltal seit über 20 Jahren die Regionalinitiative „Altmühltaler Lamm“. Repräsentiert wird sie in der Öffentlichkeit von der Altmühltaler-Lamm-Königin: 2019 und 2020 ist dies Franziska Lechner aus Markt Berolzheim.

EICHSTÄTT Am Freitagnachmittag, 5April, wurde Franziska Lechner von Christoph Würflein (Geschäftsführer Naturpark Altmühltal), Erich Neulinger (Vorsitzender Verein der Hüteschäfer im Naturpark Altmühltal), Mörnsheims Bürgermeister Richard Mittl und Klaus Amann (Landschaftspflegeverband Kelheim – VöF) im Informationszentrum Naturpark Altmühltal offiziell als Altmühltaler-Lamm-Königin vorgestellt: Zwei Jahre lang wird die 18-Jährige nun regieren – parallel zu ihrem Abitur, das in den kommenden Wochen ansteht, sowie zu ihrem geplanten Studium als Diplom-Finanzwirtin.

Für ihr Amt und die Schafe bleibt ihr dennoch genügend Zeit, ist sie sich sicher. Auch die Ziele für ihre Amtszeit hat sie sich schon gesteckt: „Ich will die Schafhaltung mit ihrer langen Tradition in der Öffentlichkeit präsentieren, ohne sie zu romantisieren. Stattdessen möchte ich zeigen, wie wichtig sie für die Landschaft ist – und wie wichtig es ist, sie zu unterstützen“.

Eine lange Tradition hat die Schäferei auch in Franziskas Familie: Seit rund 300 Jahren sind die Lechners Schäfer. Heute umfasst ihre Herde, die im Sommer zum Beispiel an den Hängen des Gelben Bergs unterwegs ist, rund 1000 Mutterschafe. „Ich kenne die Arbeit mit den Tieren aus erster Hand“, erklärt Franziska. Schon als Kind war sie mit ihrem Vater Robert, der hauptberuflich Schäfer ist, auf der Weide und im Stall dabei.

Klaus Amann wies in diesem Zuge darauf hin, dass die Marke „Altmühltaler Lamm“ sich in den 22 Jahren ihres Bestehens als eine der erfolgreichsten Regionalinitiativen Deutschlands etabliert habe: „Die Wacholderheiden und Trockenrasen, die durch die Schafbeweidung erhalten bleiben, gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Europa – gerade auch im Hinblick auf Insekten. Für den Verbraucher gibt es also kaum eine bequemere Art des Naturschutzes, als Altmühltaler-Lamm-Produkte nachzufragen.“ Die neue Königin hat dabei übrigens ihren ganz eigenen Favoriten der Zubereitung – oder besser gesagt, noch lässt sie zubereiten, denn für Franziska schmeckt „immer noch der klassische Lammbraten meiner Oma am besten“.

Offiziell erhält Franziska ihre Krone, Schärpe und Zepter im Rahmen des „Altmühltaler Lamm“-Auftriebs (18. und 19. Mai 2019) in Mörnsheim aus den Händen von Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und löst damit Jana Müller aus Hitzhofen ab, die in den vergangenen zwei Jahren die Insignien der Lamm-Königin trug und der am Freitag von Christoph Würflein für ihren Einsatz in Sachen „Altmühltaler Lamm“ gedankt wurde.

Der Lamm-Auftrieb ist der erste von einer ganzen Reihe von Terminen, die Franziska in den nächsten zwei Jahren wahrnehmen wird – darunter zum Beispiel auch im Bayerischen Landtag, auf der „Grünen Woche“ in Berlin sowie bei verschiedenen Festen in der Region wie dem Schäferfest in Übermatzhofen bei Pappenheim (9. Juni 2019) oder dem „Altmühltaler Lamm“-Abtrieb in Böhming bei Kipfenberg (28. und 29. September 2019). Den Rat ihrer Vorgängerin Jana wird sie jedenfalls beherzigen: „Nimm in Deiner Amtszeit alles mit, es macht sehr viel Spaß.


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