12.03.2019, 19:49 Uhr

Bahnunfall Abdeckplatte eines Kabelschachts auf die Gleise gelegt – Regionalexpress überfährt Betonplatte

(Foto: BPOLI München)(Foto: BPOLI München)

Am Samstagnachmittag, 9. März, überfuhr ein Regionalexpress zwischen Unter- und Oberschleißheim eine auf den Gleisen befindliche Betonplatte. Verletzt wurde niemand, es kam jedoch zu erheblichen Behinderungen auf der Bahnstrecke München-Regensburg, unter anderem auch im S-Bahnverkehr der S1.

OBERSCHLEIßHEIM Gegen 16:15 Uhr erkannte der Triebfahrzeugführer des RE 4861 (Nürnberg-München) zwischen Unter- und Oberschleißheim eine auf den Gleisen liegende Betonplatte. Er leitete eine Schnellbremsung ein. Der Zug, in dem sich rund 200 Reisende befanden, überfuhr das Hindernis und kam erst rund 400 Meter dahinter zum Stehen. Insassen wurden nicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens am Zug ist Gegenstand der Ermittlungen der Bundespolizei.

Nach ersten Erkenntnissen legte ein bislang unbekannter Täter eine Abdeckplatte eines Kabelschachtes auf das Gleis. Die Bahnstrecke Regensburg - München war in beiden Richtungen für rund eine Stunde für den kompletten Bahnverkehr gesperrt. Dadurch kam zu erheblichen Behinderungen, unter anderem auch im S-Bahnverkehr der S1.

Der Unfallzug konnte zum S-Bahnhaltepunkt Oberschleißheim fahren. Dort mussten alle Reisenden den Regionalexpress verlassen und ihre Fahrt mit anderen Zügen fortsetzen. Die Beschädigungen am Zug sind derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Ebenso die Höhe des Sachschadens. Der Ereignisort liegt direkt an einem „wilden“ Bahnübergang, am Südrand von Unterschleißheim in direkter Nähe zu Hochhäusern, der stark genutzt wird.

Bereits am Freitag, 8. März, hatte ein Zug gegen 15 Uhr an der selben Örtlichkeit eine Betonplatte überfahren. Der Zug wurde nicht beschädigt. Er konnte seine Fahrt fortsetzen. In beiden Fällen wurden Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.


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