04.03.2019, 10:00 Uhr

Ungewöhnlicher Einsatz Vierjährige war mit der Hand im Autokindersitz gefangen – die Feuerwehr musste helfen

(Foto: africa-studio.com/123rf.com)(Foto: africa-studio.com/123rf.com)

Am Samstagabend, 2. März, 21.19 Uhr, sind die Kollegen der Münchner feuerwehr zu einem besonderen Einsatz ausgerückt. Eine Vierjährige hatte ihre Hand in den am Autokindersitz fest verbauten Getränkehalter gesteckt. So tief, dass sie mit der kleinen Hand in der Ablauföffnung stecken blieb.

MÜNCHEN Die Eltern wollten ihr anfangs selbst Hilfe leisten und trugen ihre Tochter hierfür im Kindersitz sitzend in die Wohnung. Nach etlichen erfolglosen Versuchen, ihre Tochter aus der misslichen Lage zu befreien, riefen die nun ratlosen Eltern die Feuerwehr. Ein Hilfeleistungsfahrzeug der Feuerwache in der Heßstraße wurde zur Hilfe entsendet. Dort angekommen stellten die Kollegen gleich eine komplexe Situation fest: Ein Kleinkind hat sich eingeklemmt und kann sich selbst nicht mehr befreien. Die Hand war durch das Abdrücken nun angeschwollen und die kleine Patientin hatte dadurch Schmerzen. Die Laune des Kindes war mittlerweile auf dem Tiefpunkt und sie wurde zunehmend verunsichert.

Das Mädchen musste beruhigt und ihr Vertrauen in die fremden Besucher geweckt werden. Umgehend wurde Werkzeug in der Wohnung gebracht, um die Kleine zu befreien. Auch ein Gerätesatz mit Spezialwerkzeug von der Hauptfeuerwache wurde inzwischen nachgefordert und mit Sondersignal zur Einsatzstelle beordert. Um keine unnötige Zeit für das Mädchen zu verlieren, begannen die Feuerwehrmänner, ganz behutsam, nur mit dem Sägeblatt der Metallsäge vorzudringen. Sie konnten damit recht bald den Anbau vom Kindersitz trennen. Mit weiteren gezielten Schnitten am Getränkehalter konnte dieser nun aufgebogen und die Hand des Mädchens nach nur zehn Minuten wieder befreit werden. Das zusätzlich angeforderte Spezialwerkzeug wurde nun nicht mehr benötigt und die zusätzlich angeforderten Kräfte konnten abbestellt werden. Zur Ablenkung und Beruhigung durfte die kleine Patientin in der Zwischenzeit fernsehen. Sie war dadurch so sehr abgelenkt, dass sie die Befreiung anfangs völlig verpasste. „Nun kann nicht nur das Mädchen von einem besonderen Erlebnis berichten, auch wir Feuerwehrleute erleben solche Einsätze selten. Nehmen sie ein gutes Ende, berichten auch wir gerne darüber. Das Mädchen kam mit dem Schrecken und ein paar lehrreichen Erfahrungen davon, wir wünschen ihr alles Gute.“


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