31.01.2019, 16:04 Uhr

Ortstermin in München Modernisierung des Deutschen Museums kommt gut voran – Fertigstellung bis 2025

Staatsminister Bernd Sibler, Generaldirektor Wolfgang M. Heckl, Staatsminister Albert Füracker, Projektleiter Dieter Lang. (Foto: Gerrit Faust, Deutsches Museum)Staatsminister Bernd Sibler, Generaldirektor Wolfgang M. Heckl, Staatsminister Albert Füracker, Projektleiter Dieter Lang. (Foto: Gerrit Faust, Deutsches Museum)

Die Bauarbeiten zur Modernisierung des Deutschen Museums in München gehen gut voran. Davon konnten sich Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Finanzminister Albert Füracker bei einem Baustellenrundgang am Mittwoch, 30. Januar, überzeugen

MÜNCHEN „Wir freuen uns, dass die Sanierung dieses denkmalgeschützten Gebäudes aller Voraussicht nach bis zum 100. Jubiläum im Jahr 2025 abgeschlossen sein wird“, bilanzierten die beiden Staatsminister. Generaldirektor Wolfgang M. Heckl und Dieter Lang, der den Umbau des Museums verantwortet, führten die beiden bayerischen Staatsminister über die Baustelle der Superlative. Sie bekamen dabei Einblick in eine der größten Baustellen in München, von der aber kaum ein Museumsbesucher etwas mitbekommt: Bis zu 400 Arbeiter sind hier im ersten Realisierungsabschnitt gleichzeitig tätig, auf rund 35 000 Quadratmetern Fläche bleibt kaum ein Stein auf dem anderen.

Bis 2025 soll das ganze Museum generalsaniert werden. Sämtliche Ausstellungen werden auf den neuesten Stand gebracht, das Gebäude wird nach der Sanierung den modernsten Erfordernissen gerecht. Bereits abgeschlossen sind die Sanierung der Fassade und der Bau einer Hochwasserdichtwand, die das Museum vor den Wassermassen der Isar schützt.

Bauarbeiten weit fortgeschritten

Beide Minister zeigten sich beeindruckt vom Ausmaß der Arbeiten. „Wir konnten uns heute mit eigenen Augen davon überzeugen, vor welchen großen baulichen Herausforderungen das Museum steht“, erklärte Wissenschaftsminister Bernd Sibler. „Das Bauen im Bestand in einem denkmalgeschützten Gebäude von diesen Ausmaßen ist eine Herausforderung. Es ist umso beeindruckender, wie es hier vorangeht“, ergänzte Füracker. Von diesen Fortschritten konnten sich die Minister heute ein Bild machen: In den oberen Etagen sind die Bauarbeiten schon so weit gediehen, dass ab August 2019 bereits die ersten Exponate für die neuen Ausstellungen auf die Museumsinsel zurückkehren können.

„Mit dem Deutschen Museum haben wir hier in Bayern einen absoluten Publikumsmagneten, einen international beachteten Schatz an Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik. Es ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern einen spannenden, manchmal sogar atemberaubenden Einblick in unsere Geschichte! Wir wollen das Museum für die Zukunft aufstellen – der Freistaat trägt seinen Teil zur Generalsanierung und den damit einhergehenden neuen Ausstellungen bei“, so Sibler. Finanzminister Füracker betonte: „In dem sanierten Gebäude werden die modernsten Ausstellungen ein würdiges Zuhause finden und die faszinierende Welt der Wissenschaft den Menschen nähergebracht. Damit wird das Deutsche Museum seinem Ruf als eines der führenden naturwissenschaftlichen Museen auch in Zukunft gerecht werden können und eines der Highlights in München bleiben – für die Bürgerinnen und Bürger Bayerns sowie für die Gäste aus der ganzen Welt.“

19 neue Dauerausstellungen

Das Bauprojekt verläuft in zwei Phasen, weil das Deutsche Museum auch in Zeiten der Modernisierung nicht geschlossen werden soll. „Kaum jemand hätte geglaubt, dass Bauarbeiten und regulärer Museumsbetrieb derart reibungslos parallel laufen können“, sagt Generaldirektor Heckl. Das Museum hatte – trotz laufender Arbeiten – im Jahr 2018 sogar die zweithöchsten Besucherzahlen seit 2003.

Im Hinblick auf die Bauarbeiten erläuterte Dieter Lang: „Wir sind voll im Zeitplan. 2025 soll das ganze Gebäude fertig sein, und das werden wir auch schaffen.“ Im Oktober 2020 soll der erste Teil des Museums eröffnet werden – mitsamt 19 neuen Dauerausstellungen von der Luft- und Raumfahrtabteilung bis hin zu Musik und Gesundheit. Dann wird auch der Eingang des Museums in ein spektakulär gestaltetes Bauwerk an die Corneliusbrücke verlegt – dorthin, wo die beiden Minister heute auf die Baustelle kamen.

Beide Minister betonten, wie sehr man das größte und wichtigste Museum für Naturwissenschaft und Technik bei der Generalsanierung unterstütze – darauf habe man sich ja bereits im Koalitionsvertrag verständigt. Der Freistaat Bayern ist der wichtigste Zuwendungsgeber des Deutschen Museums.


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