16.12.2018, 20:42 Uhr

36-Jährige hatte es ihm angetan Stalker klettert 15 Meter an der Fassade eines Hauses in München hoch

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Am Samstag, 15. Dezember, gegen 13 Uhr, beobachtete ein 51-jähriger Mann in München, wie eine ihm unbekannte Person über die Außenfassade und die dortigen Balkone in den fünften Stock des Wohnanwesens in der Ollenhauer Straße kletterte. Er verständigte umgehend die Polizei, die dem Mann, einen 27-jährigen Polen, einen Platzverweis erteilte.

MÜNCHEN Wie sich herausstellte, hatte der Mann über das Internet eine 36-jährige Angestellte aus München kennengelernt, zu der er sofort in größter Liebe verfiel. Aufgrund dieser Gefühle suchte er nach einem ersten einvernehmlichen Treffen unentwegt ihre Nähe. Am Freitag, 14. Dezember, fühlte sich die 36-Jährige bereits von ihm bedrängt und verständigte die Polizei, die dem Mann einen Platzverweis erteilte und ein Kontaktverbot aussprach. Am Samstag, 15. Dezember, setzte sich der Pole über diese polizeilichen Maßnahmen hinweg und suchte erneut die Nähe der 36-Jährigen. Mit diesem wiederholten Polizeikontakt waren die psychisch auffälligen Verhaltensweisen nicht von der Hand zu weisen. Es wurde ein Unterbringungsbefehl erlassen. Noch bevor der Pole einem Richter vorgeführt werden konnte, wurde er durch den diensthabenden Arzt aus der psychiatrischen Einrichtung wieder entlassen.

Im Anschluss suchte er abermals die Wohnung der 36-Jährigen auf. Er kletterte nun über die Balkone und die Hausfassade zu der 15 Meter hoch gelegenen Balkonbrüstung. Der Schlüssel zur Wohnung der 36-Jährigen war den eingesetzten Polizeibeamten im Zuge der Alarmierung eines erneuten Einsatzes durch die Angestellte vorab ausgehändigt worden. Die Beamten konnten den Polen letztlich auf dem Balkon festnehmen. Aufgrund der vorherigen Einsätze und der stetig steigenden Intensität und Vehemenz des Aufsuchens der 36-Jährigen, wurde der Pole erneut in einem Klinikum untergebracht. Gegen ihn wurde Anzeige wegen Stalkings erstattet. Der 36-Jährigen wurde zum Schutz vor Annäherung und weiteren Kontakten die Möglichkeit eines gerichtlich erwirkten Kontaktverbotes aufgezeigt.


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