26.02.2018, 15:46 Uhr

Obduktion soll Ursache klären Jüngster Orang-Utan-Nachwuchs im Tierpark Hellabrunn plötzlich verstorben

Orang-Utan „Matra“ mit Nachwuchs im Tierpark Hellabrunn in München. (Foto: Tierpark Hellabrunn/Marc Müller)Orang-Utan „Matra“ mit Nachwuchs im Tierpark Hellabrunn in München. (Foto: Tierpark Hellabrunn/Marc Müller)

Das Anfang Februar geborene Jungtier der Hellabrunner Orang-Utan-Gruppe wurde am Sonntagmorgen, 24. Februar, leblos in den Armen der Mutter aufgefunden.

MÜNCHEN „Am Samstagnachmittag war das Baby noch putzmunter und wurde regelmäßig beim Trinken beobachtet. Deshalb trifft uns der plötzliche Tod des kleinen Orang-Utans besonders unerwartet. Die genaue Todesursache ist aktuell völlig unklar“, erklärt Tierparkdirektor Rasem Baban. Die erfahrene Orang-Utan-Dame „Matra“ hatte das Baby kurz nach seiner Geburt von Mutter „Jahe“ angenommen und versorgt. Das tote Jungtier wurde von Matra nach kurzer Zeit abgelegt. Sie kümmert sich weiterhin liebevoll um die zwei älteren Orang-Utan-Kinder „Quinn“ und „Quentin“.

Hellabrunn engagiert sich für ein Auswilderungsprojekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt auf Sumatra und beteiligt sich seit Jahrzehnten erfolgreich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der stark gefährdeten Menschenaffenart. Der im Münchner Tierpark geborene Vater Bruno ist mit 30 Nachkommen einer der erfolgreichsten Teilnehmer des Zuchtprogramms. Das verstorbene Jungtier war in Hellabrunn der vierte Orang-Utan-Nachwuchs innerhalb der letzten 15 Monate. In seinen ersten Lebenswochen gab es keine Auffälligkeiten zu beobachten, sodass nun eine Obduktion über die Todesursache Aufschluss geben muss.


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