20.03.2019, 15:36 Uhr

Kronwiedener und Landauer am Start Der BraveheartBattle ist nichts für Weicheier!


Der 41-jährige Stefan Schratzenstaller aus Kronwieden und der 17-jährige Elias Fronhofer aus Landau starten am Sonntag erstmals beim Extrem-Geländelauf „BraveheartBattle“.

KRONWIEDEN/LANDAU Sie tragen so vielversprechende Namen wie „Deep Mud“ (Tiefer Schlamm), „Freeze“ (einfrieren) oder „The Wall“ (Die Wand) und sind definitiv nichts für Weicheier: Die Hindernisse des BraveheartBattle 2019, einem der seit Jahren härtesten Extrem-Geländeläufe überhaupt. Am kommenden Sonntag findet er wieder in der Rennsteig-Skiarena-Silbersattel im thüringischen Steinach statt – und mit von der Partie sind dieses Mal unter den rund 1.000 Teilnehmern auch zwei Wagemutige aus dem Landkreis Dingolfing-Landau: Stefan Schratzenstaller (41) aus Kronwieden und Elias Fronhofer (17) aus Landau.

Obwohl es für Beide die BraveheartBattle-Premiere ist, wissen sie offenbar ganz genau, auf was sie sich da einlassen: nämlich auf viel eiskaltes Wasser, unwegsames Gelände, steile Hänge, meterhohe Wände, Schlamm und Matsch oder in Zahlen ausgedrückt: 23 Kilometer, 36 natürliche und künstliche Hindernisse und 1.500 Höhenmeter.

Was sich für die meisten nach allem anderen als Vergnügen anhören dürfte, weckt bei Schratzenstaller und Fronhofer erst recht die Vorfreude. „Klar höre ich immer wieder: Du spinnst! Aber das ist ja immer spaßig gemeint“, schmunzelt der 41-Jährige, der schon an über zehn ähnlichen Extrem-Läufen, wie u.a. dem „Spartan Race“, teilgenommen hat. „Mir geht‘s bei solchen Läufen vor allem darum, meinen inneren Schweinehund zu überwinden, mich körperlich wie mental durchzubeißen, neue Strecken kennenzulernen. Das ist für mich ein großer Reiz und ist einfach spannend.“

Für Elias Fronhofer hingegen ist so ein Extremlauf absolutes Neuland. „Bisher bin ich erst bei zwei Halbmarathon-Veranstaltungen mitgelaufen – jetzt wollte ich einfach mal eine neue Herausforderung!“ Dass die der BraveheartBattle auf jeden Fall sein wird, ist beiden klar. Denn wirklich vorbereiten kann man sich auf die Gegebenheiten und die Hindernisse nicht. Unmittelbar nach dem Massenstart müssen die Teilnehmer etwa gleich einmal einen 350 Meter langen Skihang (85 Höhenmeter und 25 Prozent durchschnittliche Steigung) nach oben sprinten. „Das kannst bei uns in der Gegend halt schlecht üben“, schmunzelt der 17-Jährige. Genauso wenig wie das Klettern über eine meterhohe Pyramide aus Strohballen und über Autowracks oder das Überspringen eines Feuergrabens...

Trainiert wurde in den letzten Monaten aber natürlich trotzdem intensiv – schließlich wollen beide ja nicht als Letzte durchs Ziel. Bei Stefan Schratzenstaller, der als IT-Projektleiter bei BMW in München arbeitet, stand vier- bis fünfmal pro Woche Fitness, CrossFit und Laufen auf dem Programm. Auch an seiner Griffkraft habe der Kronwiedener gezielt gearbeitet, schließlich muss das ein oder Hindernis auch kletternd oder hangelnd überwunden werden.

Elias Fronhofer, der die 11. Klasse am Landauer Gymnasium besucht, ging sogar noch einen Schritt weiter: „Neben meinem täglichen Lauf- und Krafttraining, bin ich seit November jeden zweiten Tag in den Mühlbach zum Schwimmen. Das härtet ab!“, lacht der 17-Jährige, der deshalb auch überhaupt keine Angst vor dem 25 Meter langen Eiswasser-Becken hat, das ihn und seine Mitstreiter am Sonntag erwartet.

„Kälteempfindlich darf man wirklich nicht sein“, pflichtet ihm auch Schratzenstaller bei. „Auch mit Dreck und Nässe muss man leben können – und mit ein paar Schrammen, die sind bei so einem Lauf immer vorprogrammiert.“

Das alles nehmen der 41- und der 17-Jährige aber ganz offensichtlich gerne in Kauf. Denn für Beide zählt nur ein Gedanke: Am Sonntag geschafft, aber glücklich über die Ziellinie zu laufen – und sich dann als echte Bravehearts feiern zu lassen!


0 Kommentare