27.04.2018, 16:22 Uhr

Weicher Kern Image als Latino-Macho klebt dem DSDS-Kandidaten Isa aus Hengersberg am Schuh

In der ersten Liveshow Show am 14. April schied Isa Martíno dann aus. (Foto: MG RTL D/Stefan Gregorowius)In der ersten Liveshow Show am 14. April schied Isa Martíno dann aus. (Foto: MG RTL D/Stefan Gregorowius)

Eigentlich hatte er sich schon im Finale gesehen, erzählt Isa Martino aus Hengersberg im Landkreis Deggendorf – und dann kam am Samstag, 14. April, alles anders. Isa sang in der ersten DSDS-Liveshow – nicht schlecht, aber auch nicht gut genug. Die Zuschaueranrufe reichten nicht, der große Traum von der Superstar-Karriere war jäh ausgeträumt.

HENGERSBERG „Ich habe alles gegeben, aber mir ist es nicht gut gegangen“, erzählt Isa im Wochenblatt-Gespräch. Der 30-Jährige kämpfte mit Kreislaufproblemen und der Frage, ob er so überhaupt auf die Bühne gehen solle. Er tat es, sang, doch er konnte sich nicht so präsentieren, wie er eigentlich wollte. Mit „Sofia“ von Alvaro Soler wollte Isa das Publikum überzeugen: „In dem Zustand konnte ich nur das geben, musikalisch hat es ja gepasst, aber vom Gefühl her konnte ich nicht alles geben, es gibt solche Tage, deswegen bin ich jetzt nicht traurig“, so Isa.

DSDS als „Sprungbrett“ nutzen

Das Ausscheiden sei letztlich eine Entlastung gewesen, berichtet Isa. Die Erfahrungen, die er in den vergangenen Wochen gesammelt hat, in den Castings und auch im Auslandsrecall in Südafrika, die will er nun für seine musikalische Zukunft nutzen, er sieht DSDS für sich nun als „Sprungbrett“. Das war letztlich auch die Motivation gewesen, überhaupt bei diesem TV-Format mitzumachen. Hier gehe es um „das Gesamtpaket, umStimme, Aussehen, Persönlichkeit“, so Isa. Und man könne „ein paar Millionen Leute erreichen“. Das alles hat Isa nun geschafft, auch wenn die erste Liveshow die Endstation bei „Deutschland sucht den Superstar“ war.

Die Musik aber wird Isa weiter begleiten, singen, komponieren, hier kann er sich viel vorstellen: „Ich kann gar nicht anders, ich will auch gar nichts anderes machen!“ In der deutschen Musik-Szene gebe es noch viel Platz für einen Latino-Sänger, sagt Isa. Manchmal kämpft er aber auch mit dem Image des Machos, das ihm DSDS aufs Auge gedrückt hat. So musste er harte Kritik von Dieter Bohlen einstecken, weil er eben in der ersten Liveshow nicht den „harten“ Macho gezeigt hatte.

Das Image des Latino-Machos steht Isa, er ist äußerlich der Typ dafür, doch innen drin steckt ein weicher Kern, der sehr heimatverbunden ist. „Bayern ist meine Heimat, ich bin hier geboren und aufgewachsen“, sagt er in Hochdeutsch. Und entschuldigt sich auch gleich dafür, denn eigentlich redet Isa Martino zu Hause Bairisch, nur für die vielen Interviews zwängt er sich ins hochdeutsche Korsett.

„Bayern ist einfach meine Heimat“

Am meisten genießt er die „niederbayerische Ruhe, „wenn ich nach Auftritten weiter weg wieder nach Bayern zurückkehre. Die Stille, das Natürliche, das Unschuldige“. Hengersberg im Landkreis Deggendorf, Bayern, das wird er nicht vergessen: „Das ist einfach meine Heimat, Bayern wird immer meine Heimat sein!“


0 Kommentare