07.03.2018, 13:36 Uhr

Hundetragödie! Schäferhund beißt Chihuahua Indy im Restaurant tot

Der kleine Indy war immer mit Feuereifer in der Hundeschule bei der Sache. Das alles ist jetzt abrupt vorbei. Indy ist tot und seine Besitzerin todtraurig. (Foto: Privat)Der kleine Indy war immer mit Feuereifer in der Hundeschule bei der Sache. Das alles ist jetzt abrupt vorbei. Indy ist tot und seine Besitzerin todtraurig. (Foto: Privat)

R.I.P. Indy! Für den kleinen Rüden kam jede Hilfe zu spät.

DEGGENDORF Eigentlich sollte es ein gemütliches Mittagessen mit ihrem Bekannten und ihrem Chihuahua-Rüden Indy (7) werden. Doch diesen Tag wird Michaela R. aus Grattersdorf Zeit ihres Lebens in schrecklicher Erinnerung behalten. Ein Schäferhund biss vor ihren Augen ihr geliebtes Hündchen tot – mitten in einem Restaurant in Deggendorf.

Es war am Samstagmittag. Michaela R. hatte sich schon so auf das gemeinsame Mittagessen gefreut. Sie saß zusammen mit ihrem Bekannten nahe der Eingangstür. Ihr Chihuahua-Rüde Indy saß brav angeleint neben ihr.

Urplötzlich wurde diese harmonische Idylle jäh zerstört. Die Restauranttür ging auf. Ein Gast kam mit seinem Schäferhund zum Mittagessen ins Lokal. Dann ging alles blitzschnell. Der angeleinte Schäferhund stürzte sich auf Indy und riss seinen Besitzer dabei auch noch zu Boden. Der Chihuahua wollte sich noch in Sicherheit bringen, doch er hatte nicht den Hauch einer Chance. Der Schäferhund packte Indy am hinteren Teil seines kleinen Körpers und ließ seine Beute nicht mehr los.

Am Tisch herrschte nackte Panik. Michaela R. soll noch versucht haben, ihr Hündchen wegzuzerren. Schließlich soll sie einfach die Leine losgelassen haben, um Indy nicht in Stücke zu reißen.

Fahrt zum Tierarzt war Indys letzte Reise

Im Lokal herrschte längst heillose Aufregung. Der Restaurantbesitzer soll den Mann samt Schäferhund vor die Tür gewiesen haben. Der Bekannte von Michaela R. kam hinterher, um mit ihm zu reden. Der Mann versicherte, so etwas habe sein Hund noch nie gemacht.

Die hinzugerufene Polizei stellte fest, dass es sich wohl um einen Versicherungsfall handelt. Immerhin gilt ein Tier in Deutschland lediglich als eine Sache.

Polizeihauptkommissar Roman Fischer bestätigt den Vorfall gegenüber dem Wochenblatt. Bezüglich der zivilrechtlichen Ansprüche seien die Personalien ausgetauscht worden, sagt er. Für die Polizei ist der Fall damit wohl erledigt, da kein Straftatsbestand vorliegt.

Inzwischen war auch die Deggendorfer Tierrettung am Ort der Hundetragödie. Indy wurde sofort zum Tierarzt nach Metten gefahren. „Wir haben noch versucht, ihn zu retten“, erinnert sich Mario Renz von der Tierrettung noch gut an das Drama. Doch die Verletzungen waren zu schwer. Für den kleinen Rüden kam jede Hilfe zu spät.

Seitdem ist Michaela R. am Boden zerstört. Denn für sie war Indy eben keine Sache, sondern ein geliebtes Familienmitglied, das nun auf so tragische wie unnütze Weise aus dem Leben gerissen wurde.

Das bedauert auch der Schäferhundebesitzer gegenüber dem Wochenblatt. „Was soll ich sagen, es ist passiert?“, sagt er. „Das tut mir wirklich sehr leid.“


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