30.07.2018, 13:19 Uhr

Nach zwei Tagen gefunden: Bergwacht rettet erschöpften Hund

(Foto: BRK/BGL)(Foto: BRK/BGL)

Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing haben am Freitagmittag einen seit zwei Tagen vermissten und erschöpften Hund aus einem Steilhang in der Weißbachschlucht gerettet.

SCHNEIZLREUTH. Urlauber hatten das Tier rund 20 Höhenmeter über dem Gebirgsbach im Absturzgelände entdeckt und den Besitzer verständigt, der bereits nach einer erfolglosen Suche mit der Feuerwehr Plakate mit seiner Telefonnummer aufgehängt hatte.

Der fünfjährige Rüde war bereits am Mittwoch beim Wandern auf der Nordseite des Ristfeuchthorns südlich oberhalb der Schlucht spurlos verschwunden. Rund zwei Tage später entdeckten Urlauber das erschöpfte Tier dann südöstlich des Mauthäusls knapp nach der Einmündung des Höllenbachs rund 20 Meter oberhalb des Bachs in einem absturzgefährlichen Hang. Der verständigte Besitzer alarmierte zunächst die Feuerwehr Weißbach, die aber nicht ohne zusätzliche Ausrüstung in den Steilhang einsteigen konnte. Die gegen 12.20 Uhr von der Leitstelle nachalarmierte Bergwacht übernahm den Einsatz. Die Retter querten seilgesichert den Bach und arbeiteten sich mit Seilgeländern und abseilend von oben zur Einsatzstelle vor. Ein Hundeführer sicherte das Tier in einem speziellen Fluggeschirr, bevor es am Seil aus dem Hang und per Gebirgstrage aus der Schlucht transportiert wurde. Das Tier komplett erschöpfte Tier wurde anschließend zur Reichenhaller Tierklinik gebracht.

Acht Bergretter waren rund zweieinhalb Stunden lang im Einsatz, wobei der Einsatzleiter aufgrund des schönen Bergwetters für weitere mögliche Folge-Einsätze eine zweite Mannschaft in Bereitschaft hielt. Die Bergwachten im Berchtesgadener Land waren 2018 bereits sechsmal und damit auffällig häufig zur Suche und Rettung von vermissten und abgestürzten Hunden im Einsatz, wobei die Tiere in vier Fällen lebend gerettet wurden; ein bei einem Einsatz vermisster Suchhund tauchte nach einer Nacht am Hochstaufen am Morgen von selbst wieder auf; ein im April am Königsbach-Wasserfall abgestürzter Chihuaha konnten nach Tagen nur noch tot gefunden werden.


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