13.02.2018, 14:14 Uhr

Empfang der regionalen Wirtschaft FC Bayern-Präsident Uli Hoeneß zu Gast in Bad Adelholzen


Über 400 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft folgten der Einladung des Gewerbeverbandes Traunstein nach Bad Adelholzen. Hochkarätige Gäste referierten über das Thema „Talente für die heimische Wirtschaft und den Spitzensport.“

BAD ADELHOLZEN. Was haben die Adelholzener Alpenquellen, der Wirtschaftsstandort Landkreis Traunstein sowie Serienmeister und Championsleague-Sieger FC Bayern München gemeinsam? Eine der Antworten: Alle drei sind extrem erfolgreich und gut für die Zukunft aufgestellt. So konnte vor mehr als 400 geladenen Gästen beim Empfang der regionalen Wirtschaft in Bad Adelholzen Geschäftsführer Stefan Hoechter berichten, dass mit über 580 Millionen Füllungen nicht nur ein neuer Rekordwert (in einer stagnierenden Branche) erreicht, sondern die Marktführerstellung ausgebaut werden konnte. „Heimat und Menschlichkeit“, dafür stehe der hiesige Mittelstand, der Motor des wirtschaftlichen Erfolges“, so Landrat Siegfried Walch, der sich aufgrund der Top-Mischung der Unternehmen glücklich schätzt, einer der am meisten wachsenden Regionen vorstehen zu können.

Ein Hauptaufgabe vereint aber alle Drei: Um weiterhin wirtschaftlich erfolgreich sein zu können, bedarf es die besten Nachwuchskräfte an sich zu binden. Deshalb verwundert es nicht, dass der Jahresempfang heuer unter dem Thema „Talente für die heimische Wirtschaft und den Spitzensport“ stand. Mit dem Präsidenten des FC Bayern München Uli Hoeneß und dem Sportlichen Leiter des Nachwuchszentrums Hermann Gerland, moderiert von SkyReporter Uli Köhler, konnte der Gewerbeverband Traunstein hochkarätige Gäste begrüßen.

„Nein, über Trainer möchte ich nicht sprechen“, so Uli Hoeneß im Interview mit dem Wochenblatt. Gleichzeitig stellte der FCB-Präsi klar, dass zwar die Meisterschaft sicher ist, es im DFB-Pokal und vor allem in der Championsleague verdammt schwer werden wird. An einem guten Tag könne man aber jede Mannschaft, auch den FC Barcelona, schlagen.

Apropos Trainer: In der launigen Talkrunde stellte Uli Hoeneß schon mal klar, in welche Richtung es nicht laufen soll: Louis van Gaal, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti oder aber Ottmar Hitzfeld seien für sich großartige Trainer, mit überragenden Erfolgen. Aber: In die heutige Philosophie, mit der der FC Bayern vor allem auch auf junge, hungrige Spieler setzt, würden sie nur bedingt passen. Wichtig sei zudem für die Roten, dass neben der fachlichen Kompetenz ein hohes Maß an Empathie notwendig ist.

So wie Jupp Heynckes, der auch die Seele der Spieler erreicht. „Es macht einfach Spaß mit ihm zu arbeiten“, so der Präsident. Spätestens am Freitagabend würden die Spieler erfahren, wer aufläuft. Noch wichtiger sind die Fußballer, die nicht spielen, mit denen Jupp dann Gespräche führt, verrät Uli Hoeneß. Der Schlüssel zum Erfolg – Bayern wünscht sich durchaus mehr Konkurrenz in der Liga, um auch international noch erfolgreicher zu sein, liegt in der Mischung von gestandenen Kickern und jungen Wilden. In Zeiten von Transfers in dreistelliger Millionenhöhe wolle man sich nicht von Oligarchen abhängig machen, sondern konsequent auf Nachwuchsarbeit setzen. „Da waren wir in den letzten Jahren seit David Alaba etwas schwach“, so Hoeneß. Abhilfe soll die 100 Millionen teure Nachwuchsakademie schaffen.

Fazit eines erlebnisreichen Abends: Wer weiter erfolgreich sein möchte, sollte folgende Grundsätze beachten: Werbung um die besten Talente, gepaart mit passenden Rahmenbedingungen und einem hohen Maß an Empathie. So wie der FC Bayern (noch) nicht finanziell mit der Premiere League oder Barcelona mithalten kann, kann es Traunstein auch nicht mit dem Großraum München.

Dafür haben Beide aber auch gewaltige Vorzüge: Identifikation mit der Heimat bzw. dem Verein, soziale Verantwortung und nicht zuletzt Erfolg.


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