24.10.2017, 11:43 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Aus Gaudi raus Musik machen Bei den „Wurschtzipfen“ ist der Ohrwurm vorprogrammiert


Das Tachertinger Trio „Die Wurschtzipfen“ sorgt mit witzigem Premieren-Musik-Video für gute Laune.

TACHERTING Wie könnte es passender sein, als dass das Tachertinger Musik-Trio „Die Wurschtzipfen“ ihren Band-Namen beim Würstl-Essen entdeckten?

„Ihr seits schon solche Wurschtzipfen„, lachte die Frau von Richard Benning, Frontmann des Trios, als er, sein bester Spezl Werner Schenkl und Richards Sohn Christoph vor dem Weißwurst-Kessel saßen und grübelten, welchen Namen sie ihrer neu gegründeten Band verpassen könnten.

Aus Gaudi heraus entsteht Bandname

„So entstand der Name für unsere Band“, erinnert sich Richard schmunzelnd – seine Spezln nennen ihn „Ritschi“ – und erzählt weiter: „Schon seit der Grundschule machen Werner und ich zusammen Musik, seit den 70er Jahren haben wir eine Band, Picadilly Sunset, in der spiele ich immer noch. Seit 2006 gibt es uns nun auch im Dreierpack als Wurschtzipfen mit meinem Sohn Christoph. Musik in Mundart, aber auch Modernes und Coverhits sind in unserem Repertoire zu finden.“

Humor, vor allem der bayerische, steht bei den drei Tachertinger Gaudiburschen an oberster Stelle. So kam es auch, dass Richard das „Zipfe-Liadl“ schrieb – ein lustiger bayerischer Text in Kombination mit zünftiger Volksmusik.

Es werden im Liedtext typische Situationen beschrieben, in denen die Hauptfiguren – ein Bauer, ein Pfarrer und ein Lehrer – dem lästigen Alltag entfliehen möchten. Die wohlverdiente Entspannung finden die drei dann im Liedtext am Stammtisch beim gemütlichen Beisammensitzen mit den Spezln – ganz nach dem eigenen Geschmack der „Wurtschtzipfen.“

Vor über einem Jahr kam Richards Sohn Christoph dann die Idee, das Lied zu verfilmen. Da der 29-Jährige, der ein kleines Filmstudio „Benningstudios“ betreibt, schon viel Erfahrung mit Film-Produktionen gesammelt hat, übernahm er die gesamte Organisation, sei es vom Schnitt bis zur akribisch genauen Auswahl der 18 Laiendarsteller, die allesamt aus dem Freundeskreis der drei Musikbegeisterten stammen.

„Von Mai bis Anfang September haben Dreharbeiten und Schnitt gedauert. Es war eine Mords-Arbeit, aber es hat sich gelohnt und sehr viel Freude bereitet. Besonders toll war, dass sich alle Beteiligten so wahnsinnig engagiert und reingehängt haben“, strahlt Christoph. „Die herausfordernste Szene drehten wir in der ehemaligen Tachertinger Grundschule. Passend zum Liedtext mussten die Schulkinder ihren Lehrer in den Wahnsinn treiben, laut und frech sein. Dann haben sie allerdings fast uns in den Wahnsinn getrieben, weil wir sie nicht mehr beruhigen konnten“, lacht der Film-Begeisterte.

„Humor und Musik wirken Wunder“

Seit der Premiere des Musikvideos Anfang September hat das „Zipfe-Liadl“ mittlerweile bei Youtube tausende Aufrufe. „Kein schlechter Start, schön wäre es schon, damit in ganz Bayern bekannt zu werden“, meint Richard und Werner pflichtet ihm bei: „Ich freue mich, dass so ein professionelles Musikvideo entstanden ist.“

Für die Zukunft wünschen sich die „Wurstzipfen“ vor allem Gesundheit und kreative neue Lied-Ideen: „Ich bastle bereits an einem neuen Lied So a Schmarrn, so a Kas, mal schauen, ob wir das auch verfilmen ... Außerdem unser Motto: Musik und Gaudi hoit gsund und wirkt Wunder!“, ist sich Vollblutmusiker Richard sicher.


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