28.07.2020, 13:52 Uhr

Schandtat „Welcher Grattler hat auf den armen Kater Maxi geschossen?“


Das fragen sich Monika Buchner und Tochter Renate, die die Fellnase jetzt gesund pflegen.

Halsbach/Hochöster. „Das muss an die Öffentlichkeit, auch um andere zu warnen“, sind sich Monika Buchner und Hans Thalhammer einig. Die Rede ist vom grausigen Anschlag auf das Leben von Kater Maxi, der sich während Herrchen Hans im Urlaub war ereignete. „Als gute Bekannte hab ich mich in der Zeit um Haus und Hof und Kater gekümmert“, sagt Monika. Als sie am 9. Juli jedoch in Dösham bei Halsbach nach dem Rechten schaute, kam der Nachbar herüber und meinte: „Der Maxi ist schlecht beinand. Er hinkt. Vielleicht hat er sich das Bein gebrochen.“ Doch wie sich später herausstellte, war auf die Fellnase geschossen worden!

Das ist eindeutig eine Schussverletzung

„Mei, hat der schlecht ausgeschaut“, erinnert sich die 48-Jährige. „Ich hätte mich fast übergeben müssen angesichts der großen Fleischwunde an Maxis Brust.“ Monika nahm den Kater in ihre Obhut und eilte gleich am nächsten Tag zur Tierärztin nach Oberbuch. Bei näherer Untersuchung der Wunde stellte sich schnell heraus: Das ist eindeutig eine Schussverletzung! „Das will man ja gar nicht glauben, dass in Dösham bei Halsbach so ein Grattler herumläuft“, erzürnt sich die tierliebe 48-Jährige.

Besitzer Hans Thalhammer wusste zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts von dem fiesen Anschlag auf seinen Kater. „Ich konnte ihn nicht gleich telefonisch erreichen“, erinnert sich Monika Buchner. „Aber dann hat es doch geklappt und ich konnte ihm alles erzählten.“ Hans war heilfroh, dass Maxi überlebt hatte. „Er ist mir halt schon sehr ans Herz gewachsen“, sagt er und nimmt deshalb auch gern die hohen Behandlungskosten in Kauf. Viel hatte schließlich nicht gefehlt, dann wäre es dem armen Maxi wortwörtlich an den Kragen gegangen...

Dass so eine Schandtat unbedingt an die Öffentlichkeit muss, darüber waren sich Monika und Hans sofort einig. Deshalb zeigte die 48-Jährige den Vorfall auch bei der Polizei an. „Mittlerweile habe ich vom Nachbarn erfahren, dass rund um Dösham schon mehrere Katzen verschwunden sind und angeblich auch bereits eine Krähe erschossen wurde“, sagt Monika Buchner nachdenklich. Kater Maxi hat sie zu sich nach Hochöster geholt, um ihn gemeinsam mit Tochter Renate gesund zu pflegen. „Am 18. Juli wurde er von der Tierärztin entlassen und weil Hans ja in Vollzeit arbeitet und deshalb keine Zeit dafür hätte, kümmern wir uns eben um Maxi“, erklärt die 48-Jährige. Täglich muss der Verband gewechselt werden und damit der Patient mit seiner Halskrause anständig fressen kann, muss auch das Futter vor jeder Fütterung mundgerecht zerkleinert werden. Und weil sich der Kater wegen der Halskrause nicht selbst ablecken kann, wird er obendrein regelmäßig von Hand gewaschen. „Das ist schon ein großer Aufwand, als ob wir ein Baby hätten“, lacht Monika, „aber wir machen das gerne für Maxi.“

Mutter und Tochter pflegen Kater Maxi gesund

Bei so viel liebevoller Fürsorge schreitet die Genesung gut voran. Der Fellnase geht es jeden Tag ein bisschen besser. „Heute hat er zum ersten Mal wieder mit einer Spielmaus gespielt“, freut sich Monika Buchner über einen weiteren kleinen Schritt auf dem Weg zur Gesundung. „Und wenn das so weiter geht, dann bin ich guter Dinge, dass Maxi bald wieder wohl auf ist“, blickt die 48-Jährige positiv in die Zukunft.