13.10.2018, 15:53 Uhr

Altöttingerin im Porträt Bernadettes „Lebenslinien“ sind ein Fall fürs Fernsehen

Auch, wenn es ihr nicht ganz leicht fiel: Bernadette Obergrußberger gewährte dem BR tiefe Einblicke in ihr buntes Leben. Foto: Christian Meckel/BR (Foto: christian meckel BR)Auch, wenn es ihr nicht ganz leicht fiel: Bernadette Obergrußberger gewährte dem BR tiefe Einblicke in ihr buntes Leben. Foto: Christian Meckel/BR (Foto: christian meckel BR)

Die Altöttingerin ist Wirtin eines Kult-Cafés in München und Erbin

ALTÖTTING/MÜNCHEN. Von einer, die auszog, die Großstadt zu erobern – so könnte der Titel der „Lebenslinien“ lauten, die das Bayerische Fernsehen einer gebürtigen Altöttingerin, aufgewachsen in Pleiskirchen, widmet. Zu sehen am Montag, 22. Oktober, um 22 Uhr.

Bernadette Obergrußberger (47) lebt ihre Kreativität seit 2012 als Wirtin des Turmstüberls im Valentin Musäum am Isartor in München. Zusammen mit ihrem Freund, einem Musiker, lebt sie ein relativ sorgloses Leben. Weil das nicht immer so war, wurde ihr Lebensweg für die TV-Reihe interessant.

So reißt die Sendung Bernadettes „Lebenslinien“ an: „Kurz nach ihrer Geburt muss sie notoperiert werden, gilt als Kind als „Verreckerl“. Im Alter von gerade mal neun Jahren erlebt sie die belastende Krebserkrankung ihrer Mutter. Bis heute begleitet sie die Angst vor Krankheit.

Mit 19 geht sie nach München und arbeitet in einer sozialen Einrichtung, zu der Gebrauchtwarenhäuser gehören. Dort organisiert sie leidenschaftlich gern Modeshows. Zwölf Jahre arbeitet sie als Wiesn-Bedienung bis sie die Stelle als Wirtin des Turmstüberls angeboten bekommt.“

Ihre Lebensgeschichte vor der Fernsehkamera preiszugeben, fiel Bernadette nicht leicht. „2015 hatte ich mich noch ganz klar dagegen entschieden“, erzählt sie. „Trotz Skepsis und Hadern, hat es die Autorin geschafft mich umzustimmen. Es war nicht einfach, mit der eigenen Vergangenheit, den Schicksalsschlägen und den damit verbundenen Emotionen konfrontiert zu werden.“

Obwohl ein schweres Schicksal sich im TV natürlich besser „verkauft“, werden in der Sendung auch viele positive Dinge aus Bernadettes Leben beleuchtet.

Die zwölf langen und intensiven Drehtage mit immer spontanen, nicht vorbereiteten Interviews, wurden zu einem 45-minütigen Porträt verkürzt: „Da wurde vieles ausgespart, was mich auch ausmacht. Aber so wichtig nehme ich mich nicht.“

Ihre ländliche Heimat besucht Bernadette Obergrußberger nur noch selten – obwohl sie den elterlichen Hof geerbt und zusammen mit ihrem Bruder mit viel Herzblut saniert hat.

„Ich bin in München sehr eingespannt, habe hier mein soziales Umfeld und bin kulturell gut aufgehoben“, stellt sie nach 28 Jahren in München fest. „Ich fühle mich einfach sehr wohl in der Großstadt.“


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