30.09.2018, 10:36 Uhr

Vier Weltrekorde Schwertschlucker Franz ist im Guinness-Rekordbuch verewigt


Einen üppigen Eintrag widmet das Buch dem Garchinger Franz Huber.

GARCHING. Erst vor wenigen Tagen ist das brandneue „Guinness-Buch der Rekorde“ erschienen und Franz Huber musste sich nach dem Durchblättern erst einmal hinsetzen.

„Wahnsinn, mit einem so riesigen Eintrag hätte ich nie gerechnet“, freut er sich. Im vergangenen Jahr war er auch schon in dem Rekordbuch vertreten aber eher klein und unauffällig.

Der 37-Jährige wird im neuen Buch als vierfacher Rekordhalter präsentiert und einer ist verrückter als der andere. Franz hat weltweit die meisten Schwerter gleichzeitig geschluckt (28 Stück) und 15 geschluckte Schwerter um 180 Grad gedreht. Außerdem hat er 20 Liegestütze mit einem Schwert im Hals absolviert. Zu guter Letzt hält er den Rekord für das krümmste verschluckte Schwert. Das hat sich der gelernte Elektriker selbst angefertigt (wie die meisten seiner Schwerter). Die Krümmung beträgt stolze 133 Grad.

„Zwei Jahre lang ist das Ding bei mir daheim rumgelegen, bis ich schließlich einen Versuch gewagt habe“, verrät Franz. Ein Röntgenarzt begleitete den Weltrekordversuch und durchleuchtete den Schwertschlucker während des Einführens. Die so entstandenen Röntgenbilder dienten auch als Beleg für den erfolgreichen Rekord.

Vor dem krummen Schwert hat der Garchinger jedoch den allergrößten Respekt und er hat es nach dem Rekordversuch nur noch wenige Male „geschluckt“.

Dass ein Rekordversuch schnell einmal im Krankenhaus enden kann, musste Franz Huber im Dezember 2017 während einer Fernsehaufzeichnung erleben. Bei dem Versuch, mit 20 Schwertern im Hals drei Bälle zu jonglieren, schlitzte er sich die Speiseröhre auf und landete für fünf Wochen in der Klinik in Großhadern.

Warum wählt jemand für sich ausgerechnet ein so ungewöhnliches und gefährliches Hobby?

„Ich spiele in einer Band, dem Postamt Trio, und war immer auf der Suche nach einer Showeinlage für die Bühne.“ Ende 2012 kam ihm die Idee, Schwerter zu schlucken.

Viel Hilfestellung findet der Nachwuchs-Schwertschlucker leider nicht. VHS-Kurse oder dergleichen sucht man vergebens.

Franz hat alles im Internet zusammengetragen, was er zum Thema gefunden hat und sich die Technik selbst beigebracht. Seine Erfahrungen möchte er nicht preisgeben, denn es sollen keine Nachahmer auf den Plan gerufen werden. Nur so viel: Das Wichtigste ist die Konzentration.

„Du musst Deinen Körper dazu zwingen, natürliche Reflexe auszuschalten.“

Als angenehm empfindet der Schwertschlucker die Sache auch nach knapp sechs Jahren noch nicht. „Ich bin immer froh, wenn die Dinger wieder draußen sind“, lacht er.

Und Franz verrät: „Wenn das Schwert in die Speiseröhre eindringt, wird dadurch das Herz ein klein wenig verschoben. Zwischen dem Herzen und dem Stahl ist dann nur noch die dünne Luftröhre. Du kannst am Schwert fühlen, wie das Herz pocht.“


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