16.08.2018, 09:43 Uhr

Das war die perfekte Show US-Rockröhre Anastacia begeistert auf der Burghauser Burg


Die bisher beste Show dieses Konzertsommers

BURGHAUSEN. Sie gehört halt zu den Großen im Musikbusiness, das hat Anastacia mit ihrem Konzert auf der Burg einmal mehr unter Beweis gestellt. Da mögen manche anfangs wegen der Allüren der Sängerin ein wenig die Nase gerümpft haben. Etwa als sie allein im Kleinbus sitzend von zu Fuß gehenden Bodyguards auf das Burggelände gebracht wurde. Oder als sie sich die paar Meter über die Brücke von der Hauptburg zur Bühne auf dem Waffenplatz ebenfalls chauffieren ließ. Das hatte zwei Tage früher auch schon ein gewisser Paddy Kelly vorgemacht.

Aber ab dem Moment, als Anastacia auf der Bühne erschien, hatte ihre hammermäßige Band längst alle Zweifel an der Künstlerin mit einem wahren Soundorkan weggeblasen. 18 Songs lang, von „Left outside alone“ bis „Boxer“ und „I´m outta love“ als letzter Zugabe, lieferte das „Girl from Chicago“, wie sie sich selbst vorstellte, ein Konzert der Extraklasse ab. Es hätte durchaus mehr als die vom Veranstalter genannten 2.200 Besucher verdient gehabt.

Perfekt begleiteten zwei Backgroundsängerinnen Anastacia nicht nur gesanglich, sondern auch tänzerisch. Und anders als manch anderer vermeintlicher Superstar gab die Sängerin auch ihren Musikern immer wieder Gelegenheit, sich als Solisten zu präsentieren oder sich beim Geschenke verteilen - sie warfen etliche T-Shirts von der Bühne in die Menge - zu beteiligen.

Eine Selbstverständlichkeit, dass Anastacia nicht ohne Zugaben von der Burg durfte. Nach rund zwei Stunden war jedoch Schluss. Und während das Publikum noch vor der Bühne johlte, saß Anastacia längst wieder im Kleinbus und ließ sich ins Hotel fahren. Freilich nicht, ohne auf dem Weg noch einigen Fans zuzuwinken, die sich vorzeitig auf den Rückweg von der Burg gemacht hatten.

Als Vorband stellte sich dem Publikum die Augsburgerin Sarah Straub mit ihren Musikern vor. Für die Pianistin und Sängerin war das nicht der erste Auftritt in Burghausen, sie hat hier schon vor Jahren im Knoxoleum gespielt.

Das Finale des Burghauser Konzertsommers naht: Multiinstrumentalist Herbert Pixner und Band machen am 16. August das Festivalgelände zu ihrer Bühne. Am 17. August erklingt Carl Orffs monumentale „Carmina Burana“, gesungen vom „euregio oratorienchor“.


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