15.07.2018, 19:03 Uhr

Notaufnahme Strafgebühren für Patienten mit Bagatell-Beschwerden?

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Die Besuche in der Notaufnahme von Krankenhäusern häufen sich. Die Ärzte sind überlastet und beschweren sich über Patienten, die unnötigerweise erscheinen. Könnte eine Strafgebühr Abhilfe schaffen?

BERLIN/HANNOVER Die Notaufnahmen von Krankenhäusern sind häufig überfüllt, weil sich immer mehr Patienten mit Bagatell-Beschwerden ankündigen.

Um das zu verhindern, fordert der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, notfalls die Einführung einer Strafgebühr: „Wenn sich bestimmte Patienten dem Angebot der niedergelassenen Ärzte dauerhaft entziehen und das System nach Gusto nutzen, wie es ihnen gerade einfällt, muss das finanzielle Sanktionen nach sich ziehen.“

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) halte laut der Berliner Morgenpost nichts von der „Eintrittskarte“ in der Notaufnahme. Sie plädiere eher dafür, Patienten mehr über den Bereitschaftsdienst niedergelassener Ärzte zu informieren.


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