10.07.2018, 13:04 Uhr

„11880 - Da werden Sie geholfen“ Ruft eigentlich jemand noch bei der Auskunft an?

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Der Service der „11880“ ist in den 1990er Jahren unter anderem mit Verona Pooths (früher Feldbusch) ultimativen Werbeslogan „11880 - Da werden Sie geholfen“ bekannt geworden. Aber nutzt heutzutage überhaupt noch jemand die Auskunft?

„11 Mann hat eine Fußballmannschaft, 88 ist meine Oma, und 0...“ - diesen Merksspruch brachte Verona Pooth (damals Feldbusch) an den Mann und die Marketingstrategie schien aufzugehen: Zu Hochzeiten um die Jahrtausendwende sollen bis zu eine halbe Million Menschen bei der Auskunft angerufen haben.

Aber wie steht es heute, in Zeiten der Digitalisierung, mit der Auskunft? „Auch heute rufen noch im Schnitt, je nach Monat, rund 10.000 bis 12.000 Menschen täglich bei 11880 an, um persönliche Hilfe zu bekommen“, teilt das Unternehmen Telegate mit, das mit rund 40 Prozent Marktanteil nach der Telekom immer noch der zweitgrößte Auskunftsdienstleister ist. 

So sollen die Auskunft laut des Berliner Kuriers hauptsächlich noch ältere Bürger, Technikverweigerer und Esoteriker nutzen, die Angst vor der Handystrahlung haben. In Zeiten, in denen das Telefon mitunter die einzige Möglichkeit war, um an Informationen heranzukommen, war die Auskunft eine wichtige Anlaufstelle.

Und daher ist die Telekom als Universaldienstleister nach wie vor gesetzlich dazu verpflichtet, sie anzubieten - auch wenn Politiker darüber debattieren, Telefonzellen und Auskunftsdienste von den Universaldienstregelungen auszunehmen.

Sobald keine Änderungen eintreten, bleibt uns dieser nostalgische Kanal also noch eine Weile erhalten.


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