26.06.2018, 10:57 Uhr

Polizeieinsatz Sechsjährige stirbt nach Herzoperation - 200 Familienangehörige bedrohen Ärzte

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Nach einer Herzoperation in einer Kölner Klinik, ist eine Sechsjährige einen Tag danach verstorben. Um die 200 Angehörige der serbischen Großfamilie rückten daraufhin an und bedrohten die verantwortlichen Ärzte.

KÖLN Tragisches Unglück ... Ein sechsjähriges Mädchen wurde in einer Kölner Klinik wegen eines angeborenen Herzfehlers operiert. Es war bereits ihre vierte Operation, die nach Angaben des Chefarztes gut verlaufen sei. Doch am nächsten Tag kam es zu Komplikationen - die Kleine verstarb.

Ihre Angehörigen waren sich offenbar sicher, dass der Chefarzt schuld daran sei und orderten eine Untersuchung an. Doch damit nicht genug: Rund 200 Angehörige der serbischen Großfamilie sollen laut der Berliner Morgenpost zur Uniklinik angereist sein, wo die behandelnden Ärzte sowie der Chefarzt der Kinderkardiologie mit dem Tode bedroht wurden.

Dass Betroffene oder Angehörige derartig schmerzhafte Botschaften zum Teil kaum verkraften und überreagieren, dafür hat das Klinikpersonal Verständnis. „Wir haben regelmäßig mit Menschen in schicksalhaften Ausnahmesituationen zu tun, die schnell emotional werden können“, sagte Christoph Wanko, stellvertretender Pressesprecher der Uniklinik Köln. In diesem Extremfall seien allerdings Grenzen überschritten worden. „Wir hatten keine andere Wahl, als umgehend die Polizei einzuschalten“, so Wanko.

Die Großfamilie hätte sich schließlich zurückgezogen und sich im Anschluss ruhig verhalten. Nun wollen die trauernden Angehörige auf die Ergebnisse der Untersuchung warten.


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