25.01.2018, 07:27 Uhr

Alcatraz-Mysterium Lebt einer der Ausbrecher noch?

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Alcatraz galt als eines der sichersten Gefängnissen der Welt. Eine Flucht war wegen des eiskalten Pazifikwassers rund um die Insel unmöglich. Trotzdem schafften es drei Insassen von der berüchtigten Gefängnis-Insel zu fliehen. Was geschah mit den drei Männern?

SAN FRANCISCO Es ist wohl das größte Mysterium rund um die Alcatraz-Hochburg... Von 1934-1963 fungierte die Gefängnis-Insel, die in der Bucht von San Fransico gelegen war, als eines der sichersten Gefängnissen der Welt. Eine Flucht galt wegen des eiskalten Pazifikwassers und der starken Strömungen schlicht ausweglos.

Trotzdem versuchten von den insgesamt 1576 Insassen, die dort während des gesamten Zeitraumes inhaftiert waren, 14 zu flüchten. Darunter auch die drei Bankräuber John und Clarence Anglin und Frank Morris. Kurz vor der Schließung von Alcatraz wegen Verfalls und zu hoher Betriebskosten, gelang es den drei Männern im Jahre 1962, einen Weg über die Belüftungsgitter ihrer Zellen freizugraben. 

Über den Lüftungsschacht gelangten sie schließlich nach draußen und verschwanden mit einem Schlauchboot, den sie aus Regenmänteln und Klebstoff selbst angefertigt hatten. Bis dato wurden sie nie gefasst! Am wahrscheinlichsten galt die Theorie, dass sie in den rauen Fluten des Pazifiks ertranken, aber auch ihre Leichen wurden nie gefunden. 

Das FBI veröffentlichte nun einen Brief, den ein Polizeirevier in Richmond bereits 2013 erhalten hatte. Der angebliche Verfasser: einer der Ausbrecher, John Anglin, der zu diesem Zeitpunkt 83 Jahre alt hätte sein müssen. 

Wie die Bild veröffentlichte, beginnt der Brief mit den Worten: „Mein Name ist John Anglin. Ich bin im Juni 1962 mit meinem Bruder Clarence und Frank Morris aus Alcatraz geflohen. Ich bin 83 Jahre alt und in schlechter Verfassung. Ich habe Krebs. Ja, wir alle schafften es in dieser Nacht, aber gerade so!“ 

Laut Brief seien Frank Morris im Jahr 2008 und Clarence Anglin drei Jahre später gestorben. Der mutmaßliche John Anglin wollte mit seinem Brief einen Deal mit der Polizei machen und schrieb: „Wenn Sie über das Fernsehen verkünden, dass ich für nur maximal ein Jahr ins Gefängnis muss und medizinische Hilfe erhalte, werde ich wieder an Sie schreiben und meinen genauen Aufenthaltsort nennen. Das ist kein Witz ...“

Das FBI untersuchte den Brief daraufhin auf Fingerabdrücke, DNA-Spuren und die Handschrift - ergebnislos. Trotzdem halten die US-Marshalls die Akten um das Alcatraz-Trio offen. Der Mythos um die Gefängnis-Insel bleibt also. Genauso wie der Kult um seine letzten Ausbrecher.


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