02.10.2020, 12:25 Uhr

MS Wissenschaft Nachhaltigkeit erleben – Ausstellungsschiff legt Mitte Oktober in Straubing an

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft macht auf seiner Deutschlandtour auch halt in Straubing.  Foto: Heiner Witte/Wissenschaft im DialogDas Ausstellungsschiff MS Wissenschaft macht auf seiner Deutschlandtour auch halt in Straubing. Foto: Heiner Witte/Wissenschaft im Dialog

T-Shirts aus Holz, Strümpfe aus Chicorée und Plastik aus Pflanzen: Im Wissenschaftsjahr 2020/21, das ganz im Zeichen der Bioökonomie steht, zeigt das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft, dass eine nachhaltige Wirtschaft auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe möglich ist. Aus Pilzen lassen sich Waschmittel, Medikamente und Kosmetika herstellen. Aus Pflanzen wie Bambus und Mais werden neue Werkstoffe entwickelt, die Plastik und andere erdölbasierte Produkte ersetzen.

Straubing. Auf dem Ausstellungsschiff lassen sich viele Facetten der Bioökonomie an rund 30 interaktiven Exponaten entdecken. Auch ethische und politische Aspekte werden beleuchtet: Wie nachhaltig sind Biokraftstoffe? Welche Chancen und Risiken gehen mit neuen Methoden der Pflanzenzüchtung einher? Und wie könnte sich die Weltbevölkerung in Zukunft ernähren? Vom 14. bis zum 17. Oktober macht das Schiff Station in Straubing, die MS Wissenschaft legt an der Uferstraße an der Schloßbrücke an. Auch der Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit der Technischen Universität München (TUM) ist an Bord mit einem Exponat vertreten. Ein 3D-Drucker verwendet als Ausgangsmaterial Polylactide (PLA) und stellt so umweltfreundliche Produkte her.

„Die schwimmende Ausstellung vermittelt uns spannend, was heute technisch bereits möglich ist, woran noch geforscht wird und wie unsere Zukunft mit biobasierten Materialien und Produkten aussehen könnte“, sagt Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung. „Wir können hier alles Mögliche erfahren: Wie wir Ressourcen besser schonen oder wie Fische, Muscheln und Pflanzen gegenseitig voneinander profitieren können. Und sogar wie Insekten miteinander kommunizieren“, sagt Karliczek. Die MS Wissenschaft tourt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung seit Ende Juli durch Deutschland. Die Fahrt begann in Münster, danach ging es Richtung Ruhrgebiet und über Rhein und Main nach Franken. Nun schippert die MS Wissenschaft über die Donau bis nach Straubing. Dort endet die diesjährige Tour am Samstag, 17. Oktober. An Bord gelten Abstands- und Hygieneregeln sowie Maskenpflicht, der Eintritt ist frei.

Auf dem Schiff finden an zwei Abenden auch sogenannte „Pint of Sicence“-Veranstaltungen rund um das Thema Bioökonomie statt. Am Freitag, 16. Oktober, berichten die beiden Professoren Ruben D. Costa und Sebastian Georg vom TUM Campus Straubing in lockerer Atmosphäre bei frisch gezapftem Bier ihre aktuellsten Forschungsergebnisse: Wie kann uns Licht dabei helfen, nachhaltiger zu leben? Und wie funktioniert das mit unseren Entscheidungen? Was beeinflusst uns und leitet uns dazu, beispielsweise mehr auf unsere Umwelt zu achten? Zwei Tage zuvor am Mittwoch, 14. Oktober, diskutieren Prof. Matthias Weiss von der OTH Regensburg und Dr. Manuel Spannagl vom Helmholtz-Institut über den Klimawandel sowie dessen Folgen für die Politik.

Informationen zur Ausstellung gibt es im Internet unter ms-wissenschaft.de. Informationen zum Wissenschaftsjahr 2020/21 Bioökonomie findet man im Internet unter wissenschaftsjahr.de. Informationen zu den „Pint of Science“-Abenden gibt es unter pintofscience.de. Die Öffnungszeiten der Ausstellung auf der MS Wissenschaft sind täglich von 10 bis 13.30 Uhr und 14.30 bis 19 Uhr sowie am Mittwoch, 14. Oktober, von 13 bis 19 Uhr).


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