25.10.2019, 20:11 Uhr

Bildung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – niederbayrisches Netzwerktreffen startet erfolgreich

(Foto: Martin Birkner)(Foto: Martin Birkner)

Am Dienstag, 22. Oktober, fand das erste niederbayrische Courage Netzwerktreffen der Regionalkoordination Niederbayern von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Plattling statt. Die Schulen im Courage-Netzwerk einigten sich in einer Selbstverpflichtung darauf, aktiv gegen Rassismus vorzugehen und gegen Diskriminierung vorzugehen. Derzeit haben sich 68 niederbayerische Schulen dem Netzwerk angeschlossen.

NIEDERBAYERN 70 teilnehmende Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte konnte Regionalkoordinator Martin Birkner im Spielraum des KJR Deggendorf begrüßen. „Ich bin begeistert über diesen erfolgreichen Auftakt“, so Birkner. Kurzfristig mussten aufgrund der hohen Nachfrage noch Referentinnen und Referenten angeheuert werden. Zu Beginn stellte die Regionalkoordination vor, wie sie Schulen bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Anschließend hielt die Expertin Julia Eder von der Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern ein Referat über Rassismus und Rechtsextremismus im Kontext Schule.

Nach dem Mittagessen ging es in die interaktive Phase. In zahlreichen Workshops hatten die Teilnehmerinnen und die Teilnehmer die Möglichkeit sich auszutauschen, Neues zu lernen sowie Strategien für ihre Arbeit vor Ort zu erproben. Die Lehrkräfte konnten mit Naim Balikavlayan ihre eigene Rolle als Lehrkraft im Netzwerk und darüber hinaus diskutieren und welche Herausforderungen für eine Lehrkraft dadurch entstehen. Hamado Dipama (AGABY Bayern) referierte über Post-kolonialistische Zuschreibungen in Alltagssprache und Unterricht und konnte mit anschaulichen Beispielen verdeutlichen wie sehr der Unterricht in den Schulen noch davon geprägt ist. Einen ganz anderen Schwerpunkt hatten Katharina Largé und Richard Wilde. In ihrem Demokratie-Training konnten sich die Schülerinnen und Schüler über ihren Wunsch für ein ideales Schulklima und Wege dorthin austauschen und was sie selbst dazu betragen können. Martin Birkner hielt abschließend noch einen Workshop über den Unterschied von kulturellem und biologischem Geschlecht. Die Schüler konnten den Einfluss von Barbie Puppen und Tretbulldogs auf ihr Leben diskutieren. Der Bedarf dazu war riesig und so war vor allem der Austausch für viele sehr gewinnbringend. Am Ende des Tages konnten alle mit neuen Erkenntnissen und Ideen nach Hause gehen. „Auf diesen gelungenen Auftakt können wir stolz sein“, freute sich Birkner. Auch ein Netzwerktreffen speziell für Grundschulen sei 2020 in Planung. Der Spielraum des KJR Deggendorf hat sich als idealer Veranstaltungsraum bewiesen.


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