09.12.2020, 21:45 Uhr

Bildung Wettbewerb am JAS-Gymnasium – wer liest am besten?

 Foto: Maresa Hottner Foto: Maresa Hottner

Magdalena Werner überzeugte die Jury beim Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen am Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium.

Nabburg. Einen Vorlesewettbewerb wie in diesem Jahr hat es am JAS-Gymnasium noch nie gegeben: Sechs Schülerinnen saßen weit verteilt im frisch gelüfteten Schulaufgabenraum einer ebenso weit verteilten vierköpfigen Jury gegenüber. Auch wenn die Pandemie neue Rahmenbedingungen und Hygieneregeln diktierte, so waren doch die Kriterien, nach denen entschieden wurde, nicht neu: Verlangt waren tolle Lesetechnik, sinnentnehmendes Lesen, ein spannender Vortrag und ausgeprägtes Textverständnis.

Alle sechs Teilnehmerinnen, die sich bereits im Vorfeld innerhalb ihrer Klassen durchgesetzt hatten und zu den Klassensiegerinnen gekürt worden waren, bewiesen diese Fertigkeiten und machten der Jury die Entscheidung sehr schwer. In der ersten Runde, in der aus einem selbst gewählten Jugendbuch eine vorbereitete Passage vorgetragen wird, lieferten sich die Schülerinnen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst als im zweiten Teil, in dem aus einem unbekannten Text, in diesem Jahr aus dem Jugendbuch „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ von Andreas Steinhöfel, vorgelesen wurde, kristallisierte sich der Vorsprung der Siegerin Magdalena Werner (6b) heraus. Sie überzeugte durch ausgeprägtes Textverständnis, flüssiges Lesen und souveräne Technik. Gut gesetzte Pausen und tolle Modulation der Stimme verhalfen ihr zum Sieg. Bürgermeister und Jurymitglied Frank Zeitler gratulierte der Sechstklässlerin: „Mit deinem abwechslungsreichen Vortrag gelingt es dir, die Zuhörerinnen und Zuhörer in deinen Bann zu ziehen und die Handlung des Textes zum Leben zu erwecken. Ich hätte dir gerne auch länger zugehört. Für den Regionalentscheid im Februar wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg!“ Im Anschluss lobten die Buchhändlerin Karin Wilnauer und Elternbeiratsvorsitzende Christine Wesnitzer die anderen Finalistinnen und überreichten jedem Mädchen einen Buchpreis. Ein Blick in die strahlenden Gesichter der Teilnehmerinnen stellte einmal mehr unter Beweis, dass Lesen einfach Spaß macht, auch oder gerade in entbehrungsreichen Zeiten der Pandemie.


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