06.09.2020, 21:51 Uhr

Bildung Schüler unterrichten Schüler – Unterricht mal anders!

Um den Lernstoff des vergangenen Schuljahres aufzufrischen, Lücken zu schließen oder einfach wieder ein bisschen sattelfest in einzelnen Fächern zu werden, konnten die Eltern der künftigen fünften bis neunten Jahrgangsstufen am JAS-Gymnasium Nabburg in der letzten Ferienwoche Kurse in Mathe, Englisch, Latein, Deutsch, Französisch und Physik buchen, die von Oberstufenschülerinnen und -schülern abgehalten wurden. Foto: Petra GiebischUm den Lernstoff des vergangenen Schuljahres aufzufrischen, Lücken zu schließen oder einfach wieder ein bisschen sattelfest in einzelnen Fächern zu werden, konnten die Eltern der künftigen fünften bis neunten Jahrgangsstufen am JAS-Gymnasium Nabburg in der letzten Ferienwoche Kurse in Mathe, Englisch, Latein, Deutsch, Französisch und Physik buchen, die von Oberstufenschülerinnen und -schülern abgehalten wurden. Foto: Petra Giebisch

Wer am Montag, 30.August, um kurz nach acht Uhr vor dem JAS-Gymnasium in Nabburg war, dachte vielleicht, er habe sich in der Zeit geirrt und habe den Schulanfang verpasst. Etliche Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen, alle brav mit Masken ausgestattet, warteten dort mit Schultaschen oder Rucksäcken vor dem Eingang. Aber hier fand nicht normaler Unterricht, sondern Ferienunterricht statt.

Nabburg. Die hochmotivierten „Schüler-Lehrer“ hatten sich gut auf ihren Unterricht vorbereitet und versuchten, den Kleingruppen mit maximal fünf Schülern den Lernstoff möglichst spannend und vielleicht mal aus einer anderen Warte nahezubringen. Wer lässt sich nicht Mathe lieber von einer netten Schülerin der Q11 oder Q12 erklären als von einem gestrengen „normalen“ Lehrer! Und in den Kleingruppen, die je nach Andrang teilweise auch nur aus zwei Teilnehmern bestand, ist es schließlich viel einfacher, mal nachzufragen, als in einer Klasse mit 25 Schülern.

Insgesamt 63 Mädchen und Jungen wurden in dieser Woche von 20 Schüler-Lehrerinnen und -Lehrern unterrichtet. Wem die ganze Woche zu anstrengend war, der konnte auch wahlweise nur von Montag bis Mittwoch oder von Mittwoch bis Freitag teilnehmen, auch die Anzahl der Fächer war jedem freigestellt. Somit hatte jeder seinen eigenen, individuellen Stundenplan.

Feedback an die Lehrer am Ende der Woche: Es macht auf jeden Fall Spaß, in kleineren Gruppen mit älteren Schülern als Lehrer zu lernen, der Übergang von den Ferien zum normalen Schulbetrieb ist reibungsloser, alle fühlten sich gut betreut und gut auf das kommende Schuljahr vorbereitet und konnten nicht zuletzt auch die eine oder andere Lücke schließen, die in der Zeit des Lockdowns entstanden war.


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