14.08.2020, 09:16 Uhr

Wettbewerb Projekt „Gib Geschichte ein Gesicht – eine historische Reise durch Schwandorf“ ausgezeichnet

Stolz präsentieren die Schülerinnen ihre Urkunden: Tamara Wieland, Sarah Wenisch, Daniela Amrein (Projektbetreuerin) Vanessa Drexler, Jürgen Moritz (Realschulkonrektor), Johanna Sieß, Johannes Lohrer (Tourismusbüro), OB Andreas Feller. Foto: Stadt Schwandorf, Maria SchuiererStolz präsentieren die Schülerinnen ihre Urkunden: Tamara Wieland, Sarah Wenisch, Daniela Amrein (Projektbetreuerin) Vanessa Drexler, Jürgen Moritz (Realschulkonrektor), Johanna Sieß, Johannes Lohrer (Tourismusbüro), OB Andreas Feller. Foto: Stadt Schwandorf, Maria Schuierer

„Der Geschichte ein Gesicht geben“ – unter diesem Motto rief der diesjährige Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ Schülerinnen und Schüler aller Schularten dazu auf, regionale und lokale Geschichte lebendig werden zu lassen.

Schwandorf. Stadtführungen stehen dabei bei Jugendlichen selten ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Doch das muss nicht sein! Die Schülerinnen Vanessa Drexler, Johanna Sieß, Sarah Wenisch und Tamara Wieland der Klasse 9b der Mädchenrealschule St. Josef machten es sich im Zuge der diesjährigen Projektpräsentation zur Aufgabe, zu beweisen, wie viel Freude eine solche Tour machen kann und wollten ihre Heimatstadt mit Hilfe einer virtuellen Stadtführung erschließbar machen. Gerade Jugendliche sollten selbst aktiv werden können und eine spannende Reise erleben, die Spaß macht.

Im Stil einer Geocaching-Schatzsuche können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zehn historisch bedeutsame Orte der Schwandorfer Stadtgeschichte besichtigen. Dabei müssen an allen Stationen Aufgaben erledigt werden: Wenn jeweils vor Ort ein QR-Code gescannt wird, erscheint dann auf dem Smartphone eine Frage, die man natürlich nur beantworten kann, wenn man genau aufgepasst hat. Wer alle Aufgaben korrekt löst, kann am Ende insgesamt zehn Puzzlestücke sammeln, die sich zu einem Bild des Komponisten der Bayernhymne, Konrad Max Kunz, zusammensetzen lassen.

Für das Erstellen der formal als auch ästhetisch hochwertigen Produkte der Stadtführung mussten sich die vier Schülerinnen intensiv mit der Schwandorfer Stadtgeschichte auseinandersetzen und waren selbst davon beeindruckt, welche „Geschichten“ sich hinter den Orten und Plätzen ihrer Heimatstadt verbergen. „Die Mädchen haben mit ihrem Projekt eine wahrlich beeindruckende Leistung erbracht, wofür ihnen hohe Anerkennung gebührt,“ so das Urteil der Landesjury. Deshalb zeichnete das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus die Mädchenrealschule St. Josef Schwandorf mit dem Sonderpreis der Einigung für ihr Projekt „Gib Geschichte ein Gesicht – eine historische Reise durch Schwandorf“ aus.

Deutsch- und Geschichtslehrerin Daniela Amrein, die das Projekt betreute, und Realschulkonrektor Jürgen Moritz sind stolz auf die Leistung der Mädchen. Oberbürgermeister Andreas Feller lud die Preisträgerinnen zu sich ins Amtszimmer ein, um ihnen herzlich zu ihrem Erfolg zu gratulieren. „Ich danke euch jungen Menschen, dass ihr unsere Stadtgeschichte für junge Menschen aufbereitet und lebendig gestaltet habt“, so OB Andras Feller. Zusammen mit Johannes Lohrer, dem Leiter des Tourismusbüros Schwandorf, wurde beim anschließenden Eisessen bereits darüber gesprochen, wie die von den Mädchen entwickelte Stadtführung in das Repertoire des Tourismusbüros eingebunden werden kann.


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