29.05.2019, 20:48 Uhr

Grundschule in Burglengenfeld SPD will Erweiterungsbau im Naabtalpark „konstruktiv und aufmerksam begleiten“

(Foto: Sigi Klopp)(Foto: Sigi Klopp)

Nach dem Bürgerentscheid zur Grundschule richten die Burglengenfelder Sozialdemokraten den Blick nach vorne: „Das Votum der Bürgerinnen und Bürger war eindeutig. Wir werden jetzt die konkreten Planungsarbeiten für den Erweiterungsbau im Naabtalpark konstruktiv und aufmerksam begleiten, damit für Kinder und Lehrkräfte das bestmögliche Lern- und Arbeitsumfeld entsteht“, heißt es in einer Pressemitteilung von SPD-Stadtratsfraktion und -Ortsverein.

BURGLENGENFELD Argumente statt Emotionen, Fakten statt Mutmaßungen: Darauf habe sich die Burglengenfelder SPD im Vorfeld des Bürgerentscheids bei Diskussionsveranstaltungen, an Info-Ständen oder in Publikationen konzentriert. Und man habe keineswegs parteipolitische Scheuklappen aufgehabt, betont Fraktionsvorsitzender Sebastian Bösl: „Im Gegenteil: Wir haben schon zu Beginn der Beratungen im Stadtrat vor über einem Jahr gesagt, dass beide Möglichkeiten (Erweiterungsbau im Naabtalpark und Neubau an einem anderen Standort) grundsätzlich in Frage kommen.“ Nach Prüfung aller belastbaren Fakten sei man zur Überzeugung gekommen, dass die Erweiterung im Naabtalpark „die einzig richtige Lösung für unsere Kinder, Eltern, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer sein kann“. Diese Position habe die SPD leidenschaftlich vertreten, unter anderem beim Besuch einer Info-Veranstaltung der Bürgerinitiative jedoch auch deren Sicht der Dinge gehört und sich der direkten Diskussion gestellt.

„Rund 66 Prozent und damit die überwältigende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürgern teilten beim Bürgerentscheid unsere Auffassung. Dafür sind wir dankbar, das zeigt, dass wir das Ohr nah am Bürger haben“, betonte Ortsvorsitzender Peter Wein. Eine krasse Fehleinschätzung habe dagegen einmal mehr Hans Glatzl abgeliefert. „Das jahrelang (…) von einer kleinen Polit-Clique regierte Volk steht auf und wehrt sich gegen Bevormundung.“ Das hat der BFB-Stadtrat geschrieben, als die Bürgerinitiative für eine zweite Grundschule genügend Unterschriften für einen Bürgerentscheid erreichte. „Genau das Gegenteil ist der Fall: Wir haben im Stadtrat die Entscheidung getroffen, die die große Mehrheit der Burglengenfelderinnen und Burglengenfelder trägt“, so der Fraktionsvorsitzende Bösl.

CSU-Fraktionssprecher Michael Schaller habe gegenüber der Zeitung „Der neue Tag“ eingeräumt: „Für mich und die Fraktion ist das eine schwere Niederlage, die wir so nicht vermutet hätten.“ Das „können wir so stehen lassen“, sagte Bösl. Und: CSU-Bürgermeister Thomas Gesche habe in der Grundschul-Frage zwar die Meinung der SPD vertreten. Es sei jedoch ein Zeichen mangelnder Führungskompetenz, dass es dem Bürgermeister nicht gelungen sei, seine eigene CSU-Fraktion und seinen eigenen CSU-Ortsverein zu überzeugen. Es sei wohl ein „einzigartiger Vorgang in Bayern, dass ein CSU-Bürgermeister in einer zentralen Zukunftsfrage seine gesamten Parteigremien gegen sich hat“.

Mit dem Ergebnis des Bürgerentscheids stehe fest: „Die Burglengenfelder SPD macht Politik für die Mehrheit im Sinne des Allgemeinwohls. Wir haben im Naabtalpark eine wunderbare Schule mit allem, was eine solche Einrichtung braucht. Und wir werden dafür sorgen, dass das auch in Zukunft so bleibt“, sagte Peter Wein.


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