29.09.2018, 20:38 Uhr

Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte Kursreihe „Stark durch Erziehung“ geht in die 14. Auflage

(Foto: F. Dirmeier/LRA Schwandorf)(Foto: F. Dirmeier/LRA Schwandorf)

Am Dienstag, 9. Oktober, starten wieder sechs interessante Abende in verschiedenen Landkreiskommunen unter dem bewährten Motto „Stark durch Erziehung“. Bis zu 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten einzelne Veranstaltungen der vergangenen Kursreihe, was beweist, dass rund um die Erziehung weiterhin großer Bedarf an Information und Austausch besteht.

LANDKREIS SCHWANDORF Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Eltern Orientierung zu geben und zu zeigen, dass Erziehung zwar keine leichte, doch dafür durchaus lohnende Aufgabe sein kann. Alle Angebote sind kostenlos und brauchen keine Anmeldung. Sie richten sich an interessierte Eltern, ErzieherInnen, Lehrkräfte aller Schularten und Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit. „Stark durch Erziehung“ ist eine Initiative des Lokalen Bündnisses für Familien im Landkreis Schwandorf.

„Damit der Spaß bleibt, wenn der Ernst des Lebens beginnt“ – Leselust statt Lesefrust!

Ein Vortrag über die Sprachentwicklung bei Kindern von drei bis sechs Jahren und die Förderung der Leselust zur Vorbereitung auf die Schule. „Nun beginnt der Ernst des Lebens!“ Muss denn schon der erste Schultag mit einer Drohung beginnen? Warum nicht mit einem sportlichen „Jetzt geht’s los“ in die faszinierende Welt des Lernens, des Entdeckens und der Erweiterung des eigenen Wissens. Oder noch besser: Jetzt geht’s weiter“, denn für die Entwicklung der Sprachbewusstheit und damit der Leselust werden bereits schon im frühkindlichen Alter die Grundsteine gelegt. In diesem Vortrag erfahren Sie, wie sich die Sprache und das Sprechen bei Babys und Kleinkindern bis zum Vorschulkind entwickelt. Am sprichwörtlichen guten Buch führt kein Weg vorbei, deshalb erhalten auch die Themen Entwicklung des Lesens ebenso Raum wie die spielerische Begleitung und Förderung der sprachlichen Entwicklung und Bildung.

Referentin: Barbara Magerl-Huber, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Klinische Lerntherapeutin, Dyslexietherapeutin nach BVL

Ort: Mittelschule Schmidgaden, Schulstraße 1

Termin: 9.10.18 um 19 Uhr

Eltern sein und Eltern bleiben nach der Trennung: Wie kann es gelingen – was brauchen die Kinder?

Wenn Eltern sich trennen, verändert sich auch für die Kinder vieles. Für die meisten Eltern ist es in dieser Zeit der Veränderungen nicht leicht, sich in der Weise um ihre Kinder zu kümmern, wie diese es brauchen und wie sie es sich selbst wünschen würden. Kindern geht es dann gut, wenn beide Eltern auch nach der Trennung dem Kind zur Verfügung stehen, sich respektvoll begegnen und keiner versucht, das Kind auf seine Seite zu ziehen. Wie kann es gelingen, Verstrickungen zu überwinden und sich gut emotional abzugrenzen, um ein funktionierendes „Arbeitsteam“ für die Kinder zu werden? Welches Elternmodell ist für die Kinder am besten? Muss man immer „kooperativ“ zusammen arbeiten, oder funktioniert auch eine so genannte „parallele Elternschaft“? Wie kann es gelingen, mit dem anderen Elternteil die Kommunikation zu verbessern? Was können Sie als Eltern tun, um ihre Kinder in der Zeit der Trennung und nach der Trennung zu unterstützen?

Referentin: Doris Sporrer, Dipl.-Psychologin, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern Schwandorf

Ort: VHS Schwandorf, Kirchengasse 1

Termin: 14.11.2018 um 19 Uhr

Erziehung braucht Werte

Warum sind die ersten Lebensjahre so wichtig für das gesamte Leben? Das Problem der Einübung von Charakterhaltungen und der Vermittlung von positiven Lebenszielen ist ein Standardbereich der Pädagogik. Freilich ist es heute angesichts einer Vielfalt von absolut unterschiedlichen Vorstellungen schwieriger geworden, Kindern und Jugendlichen glaubwürdig und erfolgreich zu vermitteln, was gut und was böse ist, was akzeptiert wird, was zur Anerkennung führt und was gefährlich ist. Nötiger denn je ist eine erkennbare, vor allem authentisch vorgelebte Werteorientierung bei den verantwortlichen Erwachsenen, die den Entwicklungsprozess der Kinder und Jugendlichen aktiv begleiten.

Referent: Bernhard Suttner, M.A., Erwachsenenbildungsreferent

Ort: Mehrgenerationenhaus Wackersdorf, Hauptstraße 15

Termin: 27.11.2018, 19 Uhr

Pubertät

Kommen junge Menschen in die Pubertät, ist das häufig der Beginn von turbulenten Zeiten. Die nunmehr Jugendlichen und ihre Eltern sind vor neue Herausforderungen gestellt. Diese Zeit der Wandlungen, des Experimentierens und auch der Provokationen kann ziemlich kräftezehrend sein. Auf beiden Seiten fällt das Verstehen und das Miteinander schwer und nicht selten kommt es zu Streit und lautstarken Auseinandersetzungen um alltägliche Dinge wie Schule, Ausgehzeiten usw. Das Ziel eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kindern in Zeiten der Pubertät und darüber hinaus zu bewahren, scheint kaum erreichbar. In diesem Vortrag werden wir uns mit den seelischen und körperlichen Veränderungen des jungen Menschen auf seinem Weg zum Erwachsenen beschäftigen. Es werden Anregungen gegeben, diese aufregende Zeit in unruhigen Gewässern gut zu überstehen.

Referent: Franz Klarner, Dipl.-Psychologe, Leiter der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern Schwandorf

Ort: Nittenau, Haus des Gastes, Am Burghof 4

Termin: 16.01.2019 um 19 Uhr

Kinder und die Angst – Warum Kinder Ängste brauchen

Ängste sind ein normaler und wichtiger Begleiter in der Entwicklung von Kindern. Wo Ängste fehlen, begeben sich Kinder zu sehr in mögliche Gefahren und riskieren zu viel. Was ist jedoch, wenn die Angst überhandnimmt und den Alltag unserer Kinder beeinträchtigt? Wo verläuft die Grenze zwischen gesunder und problematischer Angst? Wie können wir als Eltern, Erzieher/innen und Lehrer/innen mit den Ängsten der Kinder umgehen?

Vom Fremdeln des Säuglings mit 8 Monaten über die Ängste vor Monstern und Dieben im Kindergartenalter bis hin zu Schul- und Leistungsängsten erleben wir eine breite Palette verschiedenster Ängste bei Kinder und Jugendlichen – um nur einige wenige zu nennen. Nicht selten wirken sich Ängste auch auf unseren Körper aus: Kopf- und Bauchschmerzen machen die Angst „sichtbarer“.

Der Vortrag beleuchtet unterschiedlichste Ängste und ihre Entstehung. Bestimmte Verhaltensweisen in der Erziehung helfen den Kindern, mit ihren Ängsten besser zurechtzukommen. So können wir Angst als wichtigen Bestandteil im Leben akzeptieren und lernen damit umzugehen.

Referent: Stefan Hetterich, Tiefenpsychologischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Regensburg

Ort: Mehrgenerationenhaus Maxhütte-Haidhof, Regensburger Straße 20

Termin: 19.02.2019, 19 Uhr

Brüllfalle (Grundschulalter)

Durch Hilflosigkeit und Schreien in der tagtäglichen Erziehung setzen wir oft die Beziehung zu unseren Kindern entscheidend aufs Spiel.

Damit die Entwicklung der Kinder und die Familienharmonie möglichst ungestört verlaufen können, wollen wir gemeinsam „Wege aus der Brüllfalle“ finden.

Mit Hilfe des unterhaltsamen Lehrfilmklassikers „Wege aus der Brüllfalle“ wird in einfachen, nachvollziehbaren Schritten ein Konzept vermittelt, mit dessen Hilfe Eltern ohne Schreien und Androhung von Gewalt sich durchsetzen und ihr Kind trotzdem respektvoll behandeln können.

Im Anschluss an den Film ist Raum für Fragen und Diskussion.

Referent: Roland Woog, Diplomsozialpädagoge, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern Schwandorf

Ort: Gerhardingerhort Neunburg, Klosterberg 4

Termin: 13.03.2019, 19 Uhr


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