08.05.2018, 12:38 Uhr

Bildung Signet „Bayern barrierefrei“ – Berufsschule Sulzbach-Rosenberg mit ausgezeichneter Inklusion

Der Landtagsabgeordnete Dr. Harald Schwartz überreichte das Signet „Bayern barrierefrei“ an Schulleiter Bernhard Kleierl und die Inklusionsbegleiterin Claudia Hanft. Rechts: Landrat Richard Reisinger. (Foto: Christine Hollederer)Der Landtagsabgeordnete Dr. Harald Schwartz überreichte das Signet „Bayern barrierefrei“ an Schulleiter Bernhard Kleierl und die Inklusionsbegleiterin Claudia Hanft. Rechts: Landrat Richard Reisinger. (Foto: Christine Hollederer)

Das Berufliche Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg hat das Signet „Bayern barrierefrei“ erhalten. Eine Auszeichnung der Bayerischen Staatsregierung für Institutionen, die konkrete, beachtliche Beiträge zur Barrierefreiheit leisten. Am Beruflichen Schulzentrum ist dies der Fall.

LANDKREIS AMBERG-SULZBACH Schulleiter Bernhard Kleierl, seine Stellvertreterin Sabine Fersch sowie die Inklusionsbegleiterin und Mitarbeiterin der Schulleitung Claudia Hanft machten bei einem Pressegespräch mit Landrat Richard Reisinger und dem CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz deutlich, dass jeder Schüler wichtig sei und es zur Selbstverpflichtung der Schule gehöre, Menschen mit Sinnesbehinderungen, kognitiven Einschränkungen oder Körperbehinderung in ihrem beruflichen Fortkommen zu unterstützen.

„Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern als dualer Partner die Möglichkeit geben, bei uns an der Berufsschule ihren Ausbildungsberuf zu erlernen. Im Kontext der Barrierefreiheit begreifen wir es als unsere Aufgabe, die Grenzen für unsere beeinträchtigten Schüler auf dem Weg zum erfolgreichen Berufsabschluss zu erkennen, sie als Aufgabe für uns zu definieren und zu verschieben“, so Kleierl.

In der Realität sieht dies so aus, dass am Beruflichen Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg nicht nur alle Klassenzimmer und Werkstätten aller Berufssparten für Rollstuhlfahrer erreichbar sind und mit Claudia Hanft eine Inklusionsbegleiterin als Ansprechpartnerin für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer zur Verfügung steht, sondern seh- und hörbeeinträchtigte Schüler beispielsweise mit der Unterstützung entsprechender Fachdienste regelmäßig adäquat beschult werden. Zudem ist eine besondere Klasse zur Berufsvorbereitung, ein Berufsintegrationsjahr für soziale Berufe, eingerichtet, um hier Schüler noch einmal in besonderer Weise auf eine Ausbildung vorzubereiten, berichtet die Inklusionsbegleiterin. Weitere Impulse zum Thema Inklusion erhoffe man sich von zwei Lehrkräften, die ein Zusatzstudium der Sonderpädagogik absolvieren, so Hanft weiter.

Die stellvertretende Schulleiterin Sabine Fersch hob derweil die hervorragenden Ergebnisse einer externen Evaluation - auch im Handlungsfeld der Inklusion - hervor. Diese bescheinigt dem Beruflichen Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg in der Schulentwicklung herausragende Stärken bei den Prozessen im Unterricht und an der Schule. Man sei unendlich stolz, aber wir wollen noch besser werden, sagte Fersch bei der Präsentation der Ergebnisse.

Der Landtagsabgeordnete Dr. Harald Schwartz lobte das Engagement der Schule. Nur mit dem Selbstverständnis in der Lehrerschaft, das zweifelsfrei mit einem Mehraufwand verbunden ist, ist für Jedermann der Zugang zu optimaler Bildung möglich. Für Landrat Richard Reisinger ist die Auszeichnung „Bayern barrierefrei“ nicht nur Freude, sondern auch zugleich Wertschätzung und Anerkennung. Der Landkreischef verwies auch auf bereits bestehende Bündnisse zum Thema Inklusion und regte hier einen engen Austausch an.


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