19.04.2018, 13:16 Uhr

Netzwerktagun Bildungsregionen in der Oberpfalz tagen zum Thema „Digitale Bildung und MINT-Förderung“

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Vertreter aller kreisfreien Städte und Landkreise der Oberpfalz folgten der Einladung der Regierung der Oberpfalz und nahmen an der Netzwerktagung „Digitale Bildung und MINT-Förderung“ in Schwandorf teil.

SCHWANDORF/OBERPFALZ Ziel der Veranstaltung war es, den Erfahrungsaustausch zum Thema der digitalen Bildung und MINT-Förderung zu ermöglichen, Vernetzungsansätze auf der Oberpfälzer Ebene zu erarbeiten und einen Überblick über einzelne Projekte zu gewinnen. „Wir wollen damit Transparenz schaffen und gelungene Modelle aus den einzelnen Bildungsregionen in die Fläche tragen“, so die Koordinatorin für die Bildungsregionen an der Regierung der Oberpfalz, Silke Schmid. Die Veranstaltung trage auch dazu bei, die aktive Netzwerkarbeit aller Bildungsakteure weiter systematisch zu institutionalisieren. „Es ist ganz entscheidend, das Verantwortungsbewusstsein für Bildung in der Region zu schärfen und so eine zielorientierte Steuerung der Bildungsprozesse zu ermöglichen.“

Ein Thema der Netzwerktagung war die Vorstellung von ausgewählten Projekten der Bildungsregionen. So wird unter anderem im Landkreis Regensburg derzeit eine flächendeckende IT-Systembetreuung an Grund- und Mittelschulen installiert. Einen anderen Ansatz verfolgt die Bildungsregion Schwandorf. Hier sollen die vier Felder „Kommune“, „Schule“, „Wirtschaft“ und „Familie“ in der digitalen Bildung verzahnt werden, um so allen Bürgerinnen und Bürgern die Teilhabe zu ermöglichen. Die Präsentation der Bildungs- und MINT-Region Cham lieferte den Teilnehmenden Möglichkeit, Ideen und Impulse für das eigene Repertoire an Maßnahmen zur MINT-Förderung aufzugreifen.

Mit Florian Neumann von der Transferagentur Bayern für Kommunales Bildungsmanagement stand den Teilnehmenden zudem ein Experte zum Thema digitale Bildung zur Verfügung. Er betonte, wie entscheidend die interdisziplinäre Vernetzung auf dem Gebiet ist: „Es ist wichtig, nicht nur auf Schule zu sehen, sondern auch auf andere Akteure und andere Zielgruppen in der Kommune, zum Beispiel im Bereich der Erwachsenenbildung“. Die Transferagentur Bayern ist Teil der bundesweiten Transferinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und eine von derzeit neun Transferagenturen in Deutschland. Sie unterstützt und begleitet Landkreise und kreisfreie Städte bei der Weiterentwicklung eines kommunalen Bildungsmanagements.

Bildungsregionen in Bayern

Die Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ des Kultusministeriums soll den Dialog der Regionen untereinander fördern und Projekte und Prozesse in den Regionen sichern und unterstützen. Wer gemeinsam ein regionales Bildungskonzept erarbeitet, erhält das Qualitätssiegel „Bildungsregion Bayern“. Das große Interesse an dieser Initiative zeigt sich unter anderem an der bayernweiten Teilnehmerzahl: 75 von 96 kreisfreien Städten und Landkreisen in Bayern nehmen daran teil. Auch in der Oberpfalz spielt das Thema Bildung eine große Rolle. Bereits acht von zehn Oberpfälzer Landkreisen und kreisfreien Städten wurden als Bildungsregion ausgezeichnet: Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, die kreisfreie Stadt Amberg im Schulterschluss mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach, der Landkreis Tirschenreuth, der Landkreis Cham und der Landkreis Schwandorf sowie die Stadt und der Landkreis Regensburg.


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