16.04.2018, 11:48 Uhr

Bildung Verbund der Technischen Hochschulen Regensburg und Amberg-Weiden feiert fünfjähriges Jubiläum

Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, Prof. Dr. Marion Kiechle, Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, und Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg. (Foto: OTH Amberg-Weiden)Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, Prof. Dr. Marion Kiechle, Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, und Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg. (Foto: OTH Amberg-Weiden)

Jubiläum mit großer Strahlkraft: Vor fünf Jahren schlossen sich die Technischen Hochschulen Regensburg und Amberg-Weiden zum OTH-Verbund zusammen. Eine gute Entscheidung, wie sich heute zeigt. Denn die gemeinsamen Projekte prägen die Bildungslandschaft der Oberpfalz nachhaltig und stoßen in ganz Bayern auf großes Interesse. Dies bestätigte der Besuch von Prof. Dr. Marion Kiechle an der OTH in Weiden – die Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst hielt den Festvortrag bei der Jubiläumsfeier am vergangenen Freitag.

REGENSBURG „Der OTH-Verbund ist der Motor der Wissens- und Bildungsregion Oberpfalz“, sagt Prof. Dr. Marion Kiechle. „Er kooperiert in zentralen Zukunftsfeldern, bündelt Kompetenzen und baut das Angebot in Lehre, Studium, Forschung und Weiterbildung aus. Dabei richtet er sich an den Anforderungen des Wissenschafts-, Technologie- und Bildungsstandorts Oberpfalz aus. So wird systematisch Zukunft gestaltet, präzise zugeschnitten auf die Anforderungen vor Ort!“

Von der Vision zur Wirklichkeit

Vor genau fünf Jahren, am 12. April 2013, erhielten beide Hochschulen die Ernennungsurkunden zur „Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH)“. Fünf Jahre, in denen viele gemeinsame Projekte erfolgreich auf den Weg gebracht wurden, unter anderem die Digitale Gründerinitiative Oberpfalz (DGO), das BMBF-Projekt Innovative Hochschule, das BMBF-Projekt OTH mind, die Initiative GROW4Digital, das Technologie- und Wissenschaftsnetzwerk Oberpfalz (TWO) oder elf gemeinsame OTH-Forschungscluster.

„Die gemeinsamen Erfolge zeigen: Der OTH-Verbund wird auf allen Ebenen gelebt und ausgefüllt“, sagte Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, in ihrem Grußwort. „Aus einer Vision wurde Realität, sei dies in Forschung und Entwicklung, in gemeinsamen Studiengängen, in der regionalen und überregionalen Sichtbarkeit.“

Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, betonte in seinem Grußwort: „Unsere beiden Hochschulen machen sich gemeinsam auf Augenhöhe stark für Ostbayern. Wir tragen dazu bei, dass die Oberpfalz für junge Talente noch attraktiver wird.“

Gelebte Kooperation: OTH-Clusterkonferenz

Der OTH-Verbund ist weit mehr als die Summe der beiden Hochschulen: Wenn zwei starke Partner ihre Kräfte bündeln, entstehen positive Synergieeffekte. Das zeigte die 3. OTH-Clusterkonferenz, die vor dem Festakt stattfand. Die WissenschaftlerInnen der OTH Regensburg und OTH Amberg-Weiden stellten bei dieser Veranstaltung ihre aktuellen Aktivitäten auf dem Gebiet der angewandten Forschung vor. Ihre Berichte drehten sich um die fünf Leitthemen des OTH-Verbunds: Energie und Mobilität, Information und Kommunikation, Produktion und Systeme, Lebenswissenschaften und Ethik sowie Gebäude und Infrastruktur. Darüber hinaus präsentierten die WissenschaftlerInnen ihre Forschungsergebnisse zu den Querschnittsthemen Sensorik und Digitalisierung.

Dabei ließen sie den Basar von Aleppo als virtuelles 3D-Modell wiederauferstehen oder beschäftigten sich mit individualisierten Bewegungsmonitoring in der Rehabilitation geriatrischer TraumpatietenInnen. Weitere Beispiele der thematischen Breite und wissenschaftlichen Tiefe der Konferenz waren die Beiträge über denkmalgerechte Modernisierung mit innovativen Energiekonzepten, der Ladezustand von Superkondensatoren oder maschinelles Lernen und Anlagenwissen.

NachwuchswissenschaftlerInnen gestalteten und präsentierten die Vorträge – der beste wurde beim Festakt prämiert: Roland Gömmel durfte die Auszeichnung aus den Händen von Prof. Dr. Marion Kiechle entgegennehmen. Den Preis erhielt er für seinen Beitrag: „Autobahn versinkt im Moor?“ Der Nachweis der Standsicherheit von Straßendämmen auf Stabilisierungssäulen“.


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