27.03.2018, 11:09 Uhr

Familienfreundlichkeit „Was Burglengenfeld auf die Beine stellt, kann sich sehen lassen“

Auftritt der Tanzgruppe „Expressia“ während der Vorstellung von Burglengenfeld als „Familienfreundliche Kommune“. (Foto: Stadt Burglengenfeld)Auftritt der Tanzgruppe „Expressia“ während der Vorstellung von Burglengenfeld als „Familienfreundliche Kommune“. (Foto: Stadt Burglengenfeld)

„Was Burglengenfeld auf die Beine stellt, kann sich sehen lassen“, stellte Bürgermeister Thomas Gesche am Donnerstag, 22. März, im Bürgertreff am Europaplatz fest. Dorthin hatte das Lokale Bündnis für Familien im Landkreis Schwandorf eingeladen, um am Beispiel der Stadt die verschiedenen Aspekte aufzuzeigen, welche eine familienfreundliche Umgebung ausmachen.

BURGLENGENFELD Gesche betonte hier vor allem das vielschichtige Angebot seiner Stadt, welches allen Altersgruppen eine ausgewogene „Work Life Balance“ ermögliche. Zahlreiche Vertreter der Kommunen aus dem gesamten Landkreis, hatten die Gelegenheit genutzt, sich an diesem Abend über Burglengenfeld zu informieren.

Burglengenfeld hatte Ende 2016 im Wettbewerb „Familienfreundliche Kommune im Landkreis Schwandorf“ gemeinsam mit Schwandorf den ersten Platz belegt. „Wir vom Lokalen Bündnis bestärken die Gemeinden darin, auf Familienfreundlichkeit zu setzen“, erklärte Erhard Sailer von der VHS Schwandorf und Koordinator des Lokalen Bündnisses. Oft bedürfe es nur Kleinigkeiten, von denen Familien im Ort profitieren würden. Sailer hatte zusammen mit Helga Forster, Gleichstellungsbeauftragter des Landratsamtes Schwandorf, die Kommunen vor und nach dem Wettbewerb begleitet. „Familienfreundlichkeit“, sagte Sailer, „bringt Vorteile für alle mit sich“. Denn auch Senioren oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen würden von familienfreundlichen Maßnahmen profitieren. An Burglengenfeld sei bemerkenswert, dass die Stadt sich dem Wettbewerb als „Neueinsteiger“ gestellt habe und auf Anhieb den ersten Platz (Ranggleich mit Schwandorf) in der Kategorie über 6000 Einwohner erlangt habe.

Entscheidend wichtig für Familien, die Beruf und Kinder unter einen Hut bringen wollen, sei vor allem eine verlässliche Betreuung bis zum Ende des Grundschulalters, so Familienbeauftragte Ulrike Pelikan-Roßmann: „Bei 20 gesetzlichen, maximal 30 möglichen Urlaubstagen ist es für Arbeitnehmer schlicht unmöglich, ihre Kinder während der Ferien selbst zu betreuen“. Das Angebot in Burglengenfeld überzeuge durch die Tatsache, dass selbst Alleinerziehende nicht in Not geraten, wenn sechs Wochen Schulferien anstehen. Diese Wahlfreiheit sei sicherlich einer der Aspekte, warum sich Familien für Burglengenfeld entscheiden.

Familienfreundlichkeit im Detail stellte Tina Kolb, Leiterin des Bürgertreffs am Europaplatz vor. Kolb, die als Jugendpflegerin auch das Ferienprogramm Burglengenfelds mit über 50 Terminen alleine in den Sommerferien gestaltet, kennt die Bedürfnisse Heranwachsender und erarbeitet mögliche Lösungen. Im Bürgertreff, in dem mit Kolbs engagierten Team auch Seniorenarbeit und Arbeitskreise – wie der Arbeitskreis Asyl – stattfinden, sei ein Ort geschaffen worden, der Jung und Alt eine erste Anlauf- und Orientierungsstelle biete.

Die Veranstaltung wurde umrahmt von Schülern des Kommunalen Musikunterrichts und der Tanzgruppe „Expressia“.


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