19.02.2018, 21:55 Uhr

Kultur Theaterstück „Fremde Heimat“ macht Jugendliche an der Mittelschule Vohenstrauß nachdenklich

(Foto: LRA Neustadt an der Waldnaab)(Foto: LRA Neustadt an der Waldnaab)

Kürzlich hatten die Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule Vohenstrauß die Gelegenheit, sich das Theaterstück des Weimarer Kulturexpress anzusehen. In „Fremde Heimat“ geht es um ein junges Paar: Den Asylbewerber Daniel und das deutsche Mädchen Marie. Nach anfänglicher Skepsis und Vorurteilen freunden sich die beiden an und verlieben sich ineinander.

VOHENSTRAUß/LANDKREIS NEUSTADT AN DER WALDNAAB Sie verbringen eine schöne Zeit, die jedoch immer wieder durch Widrigkeiten getrübt wird: Der Streit mit dem Vater von Marie, welcher der Verbindung gar nicht wohlgesonnen gegenübersteht. Aufstände und Demonstrationen vor der Unterkunft von Daniel. Angst vor Ausgrenzung und möglichen Gewalttaten. Der noch nicht genehmigte Asylantrag. Die Erinnerungen der Flucht und das Zurücklassen Familienangehöriger.

Finanziert wurde das Angebot größtenteils vom Elternbeirat und Förderverein der Schule sowie durch das Kreisjugendamt Neustadt an der Waldnaab. Zwei Schauspieler erweckten das Stück „Fremde Heimat“ eindrucksvoll und mit großartigem schauspielerischen Engagement zum Leben. Die Aufführung zeigte diese Problematiken auf berührende und mitreißende Art und Weise.

Die Jugendlichen äußerten danach, dass sie sich über diese ganzen Probleme vorher noch gar nicht so viele Gedanken gemacht hätten bzw. sich über die Vielzahl der auftretenden Schwierigkeiten nicht im Klaren waren. Die Botschaft dahinter kam an: Vom Verhalten einiger kann nicht auf die Mentalität einer gesamten Nation geschlossen werden. Niemand ist wie alle. Jeder Mensch ist ein Individuum. Und jeder Mensch hat eine eigene Geschichte.

Dennoch gab es auch viele lustige und glückliche Momente in der Beziehung von Daniel und Marie, welche zwischendurch die Stimmung gelockert und auch ein Lachen hervorrufen konnten.

Anschließend folgte eine Diskussion mit den Schauspielern und die Schülerinnen und Schüler konnten auch in Einzelgesprächen Fragen stellen. Alles in allem war diese Aufführung ein sehr berührendes und hoffentlich noch lange im Gedächtnis bleibendes Erlebnis für alle, die zusehen durften.


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